Interview

„Mehr Schallschutz mit Dreifach-Glas“

Spezielle Meldeanlagen sollen im Neubau Einbrüche verhindern

Der Architekt Klaus Meibohm ist in den Charlottenhöfen Berater für Kunden mit Sonderwünschen. Mit ihm sprach Roland Mischke.

Berliner Morgenpost:

Die Charlottenhöfe liegen an einer stark frequentierten Verkehrsschneise. Deshalb sind die Wohnräume mit „erhöhtem Schallschutz“ ausgerüstet worden. Woraus besteht er?

Klaus Meibohm:

Die Stahlbetonwände in Verbindung mit der 16 Zentimeter starken Dämmung ergeben mit den Fenstern in der Dreifachverglasung einen erhöhten Schallschutz gemäß der DIN 4109 von 45 Dezibel.

Welche Erfahrungen gibt es mit dieser Art von Schallschutz?

Diese Konstruktion wird erfolgreich in vergleichbarer Ausführung auch in anderen Gebäuden an stark befahrenen Straßen eingesetzt.

Das Lüften von Wohnräumen ist für das Raumklima besonders wichtig. Wie funktioniert die „kontrollierte Wohnraumlüftung“ im Haus?

Die Wohnungslüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung erfolgt über eine elektronische Regelung mit einer Bedieneinheit für die individuelle Einstellung. Dabei können die sogenannten Luftwechselraten ganz auf die persönlichen Bedürfnisse eingestellt werden – je nachdem, ob nun nur eine Person in der Wohnung ist, eine Familie oder ob eine Party mit 25 Personen gefeiert wird.

Wie wird denn die Lüftungsanlage in den verschiedenen Jahreszeiten eingestellt?

Sie ist auf Dauerbetrieb ausgelegt. Der Bewohner stellt sie phasenweise entsprechend seines Nutzungsverhaltens ein. So optimiert er die Qualität der Raumluft und den Energiebedarf.

In die gartenseitigen Wohnungen wurde eine Deckenkühlung eingebaut. Ist sie mit einer Klimaanlage vergleichbar?

Die Deckenkühlung ist natürlich noch keine Klimaanlage. Die eingeputzten Kühlleitungen in der Decke werden aber als „stille Kühlung“ bezeichnet. Eine zentrale Kältemaschine im Gebäude erzeugt Klima-Kaltwasser, es wird mit Umwälzpumpen in das Rohrleitungssystem gepumpt und den jeweiligen Wohnungen zugeleitet. Die minimale Temperatur dieses Wassers beträgt etwa 17 Grad Celsius.

Wie oft müssen diese Anlagen gewartet werden?

Die Wartungsintervalle betragen ein Jahr. Aber für die Bewohner ist die Anlage wartungsfrei. Die Arbeiten fallen nur im Technikraum an der Zentrale an.

Wie sieht es mit der Sicherheit im Gebäude aus?

Das Erdgeschoss und das Dachgeschoss sind mit Einbruchmeldeanlagen ausgestattet. Für die Eingangstüren ist ein Riegelkontakt vorgesehen. In den Zwischengeschossen wurden je nach Kundenwunsch zusätzliche Einbruchmeldeanlagen eingebaut, der bauliche Brandschutz entsprechend der bauaufsichtlichen Vorschriften ausgeführt. In den Wohnungen sind Rauchmelder eingebaut. Ergänzend überwacht ein Brandschutzgutachter die fachgerechte Ausführung der Maßnahmen.