Heizen mit Kamin- und Kachelofen

Traditionell heizen mit Holz wird immer beliebter – auch wenn es sich um einen Neubau handelt.

Dabei kommt entweder ein klassischer Kaminofen oder ein nicht minder historischer Kachelofen zum Einsatz. Oder aber: mit einer interessanten Kombination aus beiden, wie es der sogenannte Hamburger Aufsatzofen möglich macht.

Die Idee: Ein Kaminofen wärmt über die Konvektionswärme den Raum schnell auf – gibt aber nur solange Wärme ab, wie das Feuer brennt. Ein Kachelofen dagegen erwärmt erst die Speichermasse, bevor Strahlungswärme an den Raum abgegeben wird. Der Ofen gibt dafür aber auch noch Stunden später die gespeicherte Wärme ab – wenn das Feuer im Brennraum schon längst erloschen ist.

Der Ofen zeichnet sich zudem durch einen hohen Wirkungsgrad, schadstoffarme Verbrennung und einen sparsamen Brennstoffverbrauch aus.

Ein Aufsatzofen vereint die Vorteile dieser beiden Ofentypen: Unten ein Kaminofen, oben ein Kachelofen. Das bedeutet: Die direkte Wärme gibt es sofort, und die gespeicherte Strahlungswärme aus dem oberen gekachelten Bereich später noch dazu. Während der Hersteller aus dem ostfriesischen Leer den Unterbau – einen gusseisernen Kaminofen im Stil des „Art déco“ – liefert, der übrigens auch „solo“ zum Einsatz kommen kann, setzt der Ofenbauer nach individuellen Wünschen des Kunden die keramische Heizfläche darauf. Diese kann auf Wunsch ebenfalls im Retro-Stil aus Großmutters Zeiten oder aber – als ein bewusster Kontrast – eher modern gehalten sein.