Heizkosten

Vergleichswerte helfen beim Prüfen der Abrechnung

Angesichts der milden Temperaturen können Mieter mit weniger Heizkosten rechnen. Wie hoch eine Erstattung im Einzelnen ausfällt, hängt von mehreren Faktoren ab.

„Der Energieträger zum Beispiel spielt eine Rolle“, sagt Gerold Happ vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland. So seien die Preise für Öl zurückgegangen, bei anderen Energieträgern wie Holzpellets dagegen nicht so stark. Mieter sollten ihre Heizkostenabrechnung in jedem Fall gut prüfen. Das rät auch der Deutsche Mieterbund.

Dies sind die häufigsten Fallstricke: „Die Verbrauchswerte sollten stimmen“, sagt Happ. Überprüfen könnten Mieter dies etwa, indem sie beim Ablesen kontrollieren, ob die Werte korrekt aufgenommen wurden. Ein Vergleich mit vorhergehenden Messergebnissen sei gut, da man so erst einen Hinweis auf größere Abweichungen erhalte. Die Abrechnung umfasst dabei einen Zeitraum von einem Jahr, wobei dies nicht zwingend ein Kalenderjahr sein muss.

Neben dem Verbrauch wird ein Teil der Heizkosten auch über die Fläche abgerechnet. „Den Umlageschlüssel legt der Vermieter fest“, sagt Happ. Denkbar ist , dass 50 Prozent nach Verbrauch und 50 Prozent nach Fläche abgerechnet werden. Entsprechende Regelungen sind oft im Mietvertrag hinterlegt.

Gibt es im Haus leerstehende Wohnungen, sollte das in den Abrechnungen berücksichtigt werden. „Bei der Umrechnung der Kosten auf die Fläche darf die leere Wohnung nicht einfach außer acht gelassen werden“, sagt Happ. Mieter sollten anhand vorheriger Abrechnungen prüfen, ob die angegebene Fläche übereinstimmt.