Finanzierung

Viele arbeiten beim Hausbau mit

Um den Traum von den eigenen vier Wänden zu verwirklichen, werden die Ärmel hochgekrempelt und es wird mit angepackt.

Die Zufriedenheit mit dem eigenen Haus rechtfertigt die vielen Stunden Arbeit, die die meisten in ihr Eigenheim stecken. So lassen sich die Ergebnisse der aktuellen Studie der Allianz Baufinanzierung zusammenfassen. Die Studie untersuchte das zeitliche und handwerkliche Engagement beim Bau oder Kauf des eigenen Hauses. Hierfür wurden 1539 Personen im Alter von 30 bis 50 Jahren befragt, die in den letzten zehn Jahren ein Haus zur Eigennutzung gekauft haben.

Demnach waren gebrauchte Häuser beliebter als neue: 56 Prozent der Befragten hatten sich für ein gebrauchtes Haus entschieden, mit 44 Prozent lag der Anteil der erstbezogenen Häuser etwas niedriger.

Sechs von zehn Häusern wurden mit Eigenleistungen erstellt. Finanzielle Gründe waren für zwei Drittel der Befragten ausschlaggebend. Jeder Zehnte gab sogar an, er hätte sich die Immobilie sonst nicht leisten können, liegt doch laut Trendindikator Baufinanzierung (DTB) die durchschnittliche Darlehenshöhe derzeit bei etwa 168.000 Euro.

Die Aussagen waren unabhängig von der Höhe des monatlichen Haushaltseinkommens. Die Zeit, die Bauherren auf der Baustelle verbrachten, war dabei enorm: Mehr als die Hälfte arbeitete über 200 Stunden am eigenen Haus mit – acht Prozent sogar mehr als 1000 Stunden.

Bei gebraucht erworbenen Häusern spielte die Muskelhypothek ebenfalls eine große Rolle. Nur zehn Prozent sind direkt nach dem Kauf ins Eigenheim eingezogen. Schönheitsreparaturen wie beispielsweise Tapezieren und Streichen haben 40 Prozent der Eigentümer vorgenommen. Jedes zweite gebrauchte Haus wurde hingegen aufwendiger renoviert beziehungsweise umgebaut. Hauptsächlich wurden der Wohnbereich, das Bad/WC, der Schlafbereich und die Küche verändert.