Bundesbürger rechnen nicht mit Zinsanstieg

Die Mehrheit der Bundesbürger rechnet nicht damit, dass die Zinsen bald wieder steigen. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa gehen derzeit 44 Prozent davon aus, dass die Zinsen in diesem Jahr gleich bleiben.

21 Prozent der Befragten glauben sogar an eine weitere Absenkung. Nur 23 Prozent glauben an einen Anstieg des Zinsniveaus. Nur etwa jeder Zweite (47 Prozent) lässt sich von der Niedrigzinsphase in seinem Anlageverhalten beeinflussen.

Wer sein Verhalten anpasst, schaut sich am häufigsten nach einer alternativen Geldanlage mit einer besseren Verzinsung um (32 Prozent). Viele Verbraucher sparen aber auch weniger (30 Prozent). 22 Prozent investieren in eine Immobilie oder die Modernisierung. 15 Prozent bleiben bei ihrer gewählten Anlageform, wechseln jedoch zu einem Anbieter, der höhere Zinsen anbietet. Für das Abbezahlen von Schulden entscheidet sich nur ein Prozent der Befragten.

Wer sich für die energetische Aufwertung der eigenen Immobilie entscheidet, kann auch noch von den erhöhten Tilgungszuschüssen der KfW-Bank aus dem Programm „Energieeffizient Sanieren“ profitieren. Nach Angaben der Bankengruppe steigen die Zuschüsse für alle KfW-Effizienzhaus-Standards um fünf Prozent. Das heißt: Für den Standard „KfW-Effizienzhaus Denkmal“ steigt der Tilgungszuschuss auf 7,5 Prozent des Zusagebetrages, für den Standard „KfW-Effizienzhaus 55“ auf 22,5 Prozent.

Gleichzeitig besteht den Angaben zufolge von nun an bei einer Förderzusage in den Investitionsprogrammen ein verbindlicher Anspruch auf einen Baubegleitungszuschuss. Dabei erhält der Bauherr 50 Prozent, maximal aber 4000 Euro, der Kosten für die Fachplanung und Baubegleitung durch einen unabhängigen Experten.

( BM )