Geld

Sanierungskosten werden oft unterschätzt

Kurz vor Weihnachten sind die Pfandbriefrenditen auf ein Allzeittief gesunken – und damit auch die Baugeldzinsen.

„Für Immobilienkäufer mit Finanzierungsbedarf klingt das Jahr 2014 traumhaft aus: Die besten Konditionen für eine Baufinanzierung sind im Dezember auf ein Rekordtief von unter 1,5 Prozent effektiv für zehnjährige Darlehen gefallen“, sagt Michiel Goris von der Interhyp AG.

Der Vermittler für private Baufinanzierungen geht davon aus, dass sich die Konditionen in den kommenden Wochen auf historisch niedrigem Niveau bewegen werden, so dass angehende Haus- und Wohnungskäufer auch im neuen Jahr weiter mit sehr guten Finanzierungsbedingungen rechnen dürfen.

Goris rät Darlehensnehmern, unbedingt in eine erhöhte Tilgung von zwei, besser drei Prozent zu investieren, um so in einem überschaubaren Zeitraum schuldenfrei zu werden.

Trotz der Preissteigerungen der letzten Jahre gelten Immobilien als attraktive Kapitalanlage, wie eine Auswertung von Immowelt.de unter den 14 größten deutschen Städten ergab.

Einen wichtigen Aspekt bei den Kosten für eine Altimmobilie sind die Sanierungskosten, sei es aus konstruktiven, gestalterischen oder aus energetischen Gründen. So rechnen mehr als die Hälfte der befragten Kaufinteressenten (57 Prozent) nach dem Immobilienkauf mit weiteren Investitionen für die energetische Sanierung ihres Objektes – 75 Prozent der Befragten nannten Heizung und Fenster. Hierbei können jedoch fast 30 Prozent der Umfrageteilnehmer nicht einschätzen, wie hoch die Kosten für eine Modernisierung ausfallen werden. 54 Prozent der Befragten rechnen mit höchstens 30.000 Euro Sanierungskosten. Eine fachmännische Sanierung kann jedoch auch teurer sein, wie eine Interhyp-Auswertung zeigt: „2014 lag die durchschnittliche Höhe für Umbau- und Modernisierungsdarlehen bei rund 95.000 Euro“, erklärt Michiel Goris.