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Gerichtsurteil

Wohnfläche: Terrasse muss festen Boden aufweisen ++ Tiefgarage: Betriebskosten sind vertraglich zu regeln ++ Sanierung: Im Notfall Arbeiten einfordern

Terrasse muss festen Boden aufweisen

Eine Terrasse muss gewissen baulichen Anforderungen genügen, um als Wohnfläche zu gelten. Nach einer Entscheidung des Landgerichts Landau in der Pfalz ist eine Terrasse ein ebenerdiger Platz, der ausschließlich einer angrenzenden Wohnung zugewiesen ist. Sie muss außerdem mit einem festen Bodenbelag versehen und zum Aufstellen von Tischen und Stühlen geeignet sein. Erfüllt sie diese Anforderungen nicht, ist sie nicht Teil der Wohnfläche (Az.: 1 S 67/14).

Betriebskosten sind vertraglich zu regeln

Die Kosten für den Betrieb einer Tiefgarage können nicht ohne weiteres auf die Mieter umgelegt werden. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund hin. Möglich ist das nur, wenn mit der Wohnung auch ein Tiefgaragenplatz vermietet wird. Selbst wenn der Wohnung ein Stellplatz zugeordnet ist, muss der Mieter besondere Betriebskosten nur dann bezahlen, wenn diese im Mietvertrag aufgeführt sind. Allerdings genügt auch nur die pauschale Vereinbarung: Die Betriebskosten sind zu zahlen.

Im Notfall Arbeiten einfordern

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass ein einzelner Wohnungseigentümer die Sanierung des gemeinschaftlichen Eigentums verlangen kann, sofern diese zwingend erforderlich ist und sofort erfolgen muss. Dann sei für die Berücksichtigung finanzieller Schwierigkeiten (oder des Alters) einzelner Eigentümer kein Raum. Verzögern einige Wohnungseigentümer eine diesbezügliche Beschlussfassung schuldhaft, können sie sich schadensersatzpflichtig machen (Az.: V ZR 9/14).