Förderung

Wohn-Riester ist beliebt

Guthaben kann man auch zur Modernisierung einsetzen

Nur noch bis zum Jahresende besteht die Möglichkeit, sich die staatliche Riester-Förderung für 2012 zu sichern. Denn die Zulagen können nur zwei Jahre rückwirkend beantragt werden, danach entfällt der Anspruch.

Seit 2008 fördert der Staat Wohneigentum als Möglichkeit der privaten Altersvorsorge. Bis Mitte 2014 haben sich knapp 16 Millionen Sparer für einen Riester-Vertrag entschieden. Davon entfallen rund 1,3 Millionen Verträge auf Wohn-Riester, wie Zahlen des Bundesarbeitsministeriums (BMAS) zeigen. Im ersten Halbjahr 2014 wurden rund 111.000 Wohn-Riester-Verträge (Nettozuwachs) abgeschlossen.

„Ein Grund für die Beliebtheit von Wohn-Riester sind die Neuerungen, die zu Jahresbeginn 2014 in Kraft getreten sind“, sagt Joachim Klein von der LBS. So können Riester-Darlehen und Riester-Bauspardarlehen seit diesem Jahr auch für die Umschuldung bereits bestehender Immobilienfinanzierungen eingesetzt werden. Voraussetzung ist, dass der ursprüngliche Kredit zum Kauf oder Bau einer selbst genutzten Immobilie eingesetzt wurde. Dies gilt unabhängig vom Erwerbszeitpunkt. Bisher galt hier als Stichtag der 1. Januar 2008. Davor erworbene Eigenheime waren von der Förderung ausgeschlossen.

Geld für Barrierefreiheit

Darüber hinaus können Sparer ihr Riester-Guthaben nun auch zur Finanzierung von Modernisierungsmaßnahmen für mehr Barrierefreiheit einsetzen. Weitere Änderungen betreffen unter anderem die Besteuerung des geförderten Kapitals: Bislang konnten Riester-Sparer nur zu Beginn der Auszahlungsphase zwischen einer rabattierten Einmalbesteuerung von 70 Prozent des geförderten Kapitals und der Besteuerung in gleichen Raten bis zum 85. Lebensjahr wählen. Seit diesem Jahr besteht jederzeit die Möglichkeit zur Einmalbesteuerung während der gesamten Auszahlungsphase.