Sicherheit

E-Mail bei Einbruch

Netzwerk-Kameras als eine Alternative zu komplexen Überwachungssystemen

Einbrecher auf frischer Tat ertappen? Das Baby eine Etage höher jederzeit im Blick haben? Es gibt viele Gründe, Überwachungskameras zu installieren. Moderne IP- oder Netzwerk-Kameras erlauben Videoüberwachung ohne lästige Kabel. Per Smartphone und Tablet lassen sich die Bilder von überall verfolgen.

„Die kleinen Geräte sind günstig in der Anschaffung und bieten im Vergleich zu vollwertigen Überwachungskameras viele Komfortfunktionen“, erklärt Moritz Wanke von der Zeitschrift „Chip“. Das fängt bei der Installation an: Es genügt, die Kamera per Netzwerk-Kabel oder WLAN an den Router zu koppeln, schon lässt sich das Videobild weltweit abrufen. Steht im Außenbereich keine Steckdose zur Verfügung, ist die Anschaffung einer IP-Kamera sinnvoll, die ihren Strom über das Netzwerkkabel bezieht. „Power-over-Ethernet“ heißt diese Funktion. „Alternativ können Sie die Stromleitung auch zur Datenübertragung einsetzen“, sagt Wanke. Das geht über einen sogenannten Powerline-Adapter, der Daten über das Hausstromnetz sendet.

Entscheidend ist die richtige Auflösung der Kamera. „Günstige Modelle bieten in der Regel nur VGA-Niveau mit 640 x 480 Pixeln. Das reicht, solange Sie daheim nur nach dem Rechten sehen wollen“, sagt Wanke. Zur Grundstücksüberwachung sollte es aber ein Modell mit HD-Auflösung und Bewegungssensor sein. Sobald die Kamera eine Bewegung erkennt, startet automatisch die Aufnahme auf SD-Karte oder externer Festplatte. „Mit mindestens 30 Bildern pro Sekunde stehen die Chancen gut, dass die Kamera im richtigen Moment das Gesicht der Person einfängt“, sagt Experte Wanke.

Ausgewählte Modelle mit Benachrichtigungsfunktion verschicken in Eigenregie eine SMS oder E-Mail, wenn eine Aufnahme ins Internet hochgeladen wurde. Schon unter 100 Euro gibt es Überwachungskameras mit Netzwerkanschluss. Für professionelle Outdoor-Modelle werden einige Hundert Euro fällig.