Architektur

Fonds zur Rettung von Herrenhäusern gefordert

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat einen bundesweiten Fonds zur Rettung ungenutzter Baudenkmale gefordert.

Mit dem Geld sollten Notsicherungen an Schlössern oder Herrenhäusern finanziert werden, sagte Geschäftsführer Wolfgang Illert dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR). „Notsicherung heißt Dach dicht machen, Fenster dicht machen, dass es nicht mehr rein regnet, und vielleicht Fundamente stabilisieren.“ Ziel sei es, die Gebäude zu retten, auch wenn es noch keine Ideen oder Interessenten für die künftige Nutzung gebe.

Besonders die neuen Bundesländer haben mit dem Problem des Verfalls wertvoller Denkmale zu kämpfen. Allein in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind dem MDR zufolge mehr als 100 denkmalgeschützte Schlösser und Herrenhäuser bedroht: 16 in Thüringen, 46 in Sachsen, 51 in Sachsen-Anhalt. In Brandenburg schlug das Landesdenkmalamt im vergangenen Jahr Alarm: Viele der rund 500 Schlösser und Herrenhäuser im Land seien in ihrer Existenz bedroht. In Mecklenburg- Vorpommern warnte die Deutsche Burgenvereinigung kürzlich davor, dass bei 60 bis 100 Herrenhäusern „Gefahr im Verzug“ sei.