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Makler: Bei Täuschung gibt es keine Provision ++ Energiemessgeräte: Kontrolle auf Funkbasis gilt als unbedenklich ++ Dauerwohnrecht: Die eigenen vier Wände auf Lebenszeit nutzen

Bei Täuschung gibt es keine Provision

Ein Makler, der einem Kunden arglistig erhebliche Mängel verschweigt, verwirkt seinen Anspruch auf Provision, so ein Urteil des Oberlandesgericht Koblenz, Az.: 10 U 199/12. Einen weitergehenden Schadensersatz wegen einer solchen Täuschung kann der geprellte Kunde aber nicht fordern, weil er seinen Schaden beim Verkäufer, nicht aber beim Vermittler einklagen müsste. In dem Fall hatte der Makler trotz Nachfrage das asbesthaltige Dach der Immobilien verschwiegen. Dadurch liege eine arglistige Täuschung vor.

Kontrolle auf Funkbasis gilt als unbedenklich

Für das Amtsgericht Dortmund, Az.: 512 C 42/12, ist der Wohnungseigentümerbeschluss über den Einbau von funkbasierten Heizkosten- und Warmwassermessgeräten weder unter Datenschutzgesichtspunkten rechtswidrig noch verstößt er gegen die Grundsätze ordnungsgemäßer Verwaltung – zumal entsprechende Erfassungsgeräte über den Energieverbrauch, insbesondere den Stromverbrauch, häufig im Treppenhaus und im Keller für jedermann zugänglich aufgehängt sind.

Die eigenen vier Wände auf Lebenszeit nutzen

Wohnungseigentum kann nach § 31 Abs. 1 WEG belastet werden, dass derjenige, zu dessen Gunsten die Belastung erfolgt, berechtigt ist, unter Ausschluss des Eigentümers eine bestimmte Wohnung in einem auf dem Grundstück errichteten oder zu errichtenden Gebäude zu bewohnen oder in anderer Weise zu nutzen. Das Dauerwohnrecht kann nach Urteil des Oberlandesgericht Celle, Az.: 4 W 51/14, auf einen außerhalb des Gebäudes liegenden Teil des Grundstücks erstreckt werden, sofern die Wohnung wirtschaftlich die Hauptsache bleibt.