Recht

Chance für Mieter: Falsche Angabe zur Wohnfläche

Die Wohnung soll 100 Quadratmeter groß sein. In Wirklichkeit sind es aber nur 92 Quadratmeter.

Das ist für Mieter ärgerlich, denn in diesem Fall können sie sich nicht wehren. Falsche Wohnflächenangaben sind nach Angaben des Deutschen Mieterbundes (DMB) in der Regel nur dann ein Mangel, wenn die Abweichung mehr als zehn Prozent beträgt. Nur dann können Mieter die Miete mindern. Das ergibt sich aus der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) (Az.: VIII ZR 295/03).

Wird durch ein genaues Nachmessen einer unabhängigen Person tatsächlich eine kleinere Wohnfläche als vertraglich angegeben feststellt, so kann hier der Mieter die Miete kürzen. Dabei spielt es keine Rolle, ob im Mietvertrag „100 Quadratmeter“ oder „ca. 100 Quadratmeter“ steht. Die Höhe der Mietminderung ergibt sich laut BGH aus dem Umfang der Flächenabweichung: Elf Prozent weniger Wohnfläche, als im Mietvertrag angegeben, heißt elf Prozent Mietminderung, dementsprechend sind Mieter bei 20 Prozent weniger Wohnfläche berechtigt zu einer Minderung von 20 Prozent (Az.: VIII ZR 133/03).