Pflanzen

Der Herbst wird bunt

Lavendelheide und Süße Duftblüte: Samen und Blätter mancher Zierpflanzen sorgen für Abwechslung

Wenn die Herbstsonne tiefer steht, leuchten viele Zierpflanzen mit anderen Farben im Garten. Das immergrüne Quintett aus Lavendelheide, Osmanthus, Glanzmispel, Traubenheide und Schneeball bietet dabei ein auffälliges Farbspiel. Gepflanzt im Frühherbst, erweisen sich die robusten Pflanzen als äußerst pflegeleicht. Der auch als „Süße Duftblüte“ bekannte Osmanthus verbreitet mit seinen Blüten einen feinen Duft, und ab September zeigt sich das grüne Blattwerk des beliebten Zierstrauchs mit gelblichen bis weinroten Blättern. Bei ungemütlichen Wetterlagen sollte die Pflanze allerdings vor Eiswinden geschützt werden, denn sie ist ursprünglich im wärmeren Südostasien zu Hause.

Auch Heidegewächse wie die Lavendelheide unterstützen mit ihrem leuchtenden Blattwerk die Herbstsonne. Der Laubaustrieb der auch unter dem botanischen Namen „Pieris“ bekannten Zierpflanze wandelt sich von September bis November nach und nach von einem saftigen Grün in ein knalliges Rot. Die ebenfalls roten Blütenknospen bleiben den gesamten Herbst und Winter über verschlossen, was auch während der kalten Jahreszeit Farbtupfer im Garten garantiert. Die herbstliche Schönheit erweist sich zudem als besonders unempfindlich bei kalten Temperaturen: Im September in nicht zu trockenem, leicht sauren Boden gepflanzt, übersteht die Lavendelheide auch den ersten Frost ohne Kälteschäden.

Wenn sich am Morgen der Nebel hebt und sich die letzten milden Sonnenstrahlen zeigen, dann beginnt die Stunde der Glanzmispel. Ihr wissenschaftlicher Name „Photinia“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt nicht ohne Grund „glänzend“. Der Name verweist auf das herbstliche Funkeln ihrer Blätter, die sich ab September allmählich in ein sattes Weinrot färben. Die Gartenpflanze ist äußerst frostunempfindlich, lediglich junge Sprösslinge sollten zur kalten Jahreszeit mit etwas Reisig bedeckt werden. Das Herbstquintett wird komplettiert durch die dunkelblau bis weinrot leuchtenden Knospen des Schneeballs sowie die Traubenheide mit ihrem saftig grün bis weinrot leuchtenden Blattwerk. Beide Zierpflanzen gedeihen am besten an halbschattigen Standorten und werden idealerweise im Frühherbst ins Freiland gesetzt. Obwohl frostharte Gewächse beliebt sind, sollten vor allem Kübelpflanzen an kalten Tagen mit einem Schutz aus Stroh oder Nadelzweigen versehen werden. In mäßig feuchter, leicht saurer Erde werten die Ziersträucher in Kombination mit immergrünen Pflanzen jeden Herbstgarten auf.