Kritik

Makler sehen keine Wirkung der Mietpreisbremse

Der Ring Deutscher Makler (RDM), Landesverband Berlin und Brandenburg, sieht den Markt in einigen Stadtbereichen Berlins ausgereizt.

– Lag die Preissteigerungsrate bei Eigentumswohnungen im Vorjahreszeitraum noch durchschnittlich bei 12,3 Prozent, hat sich diese auf plus 10,8 Prozent abgeschwächt. „Obwohl die Zahlen rückläufig sind, bleibt die Lage auf dem Berliner Immobilienmarkt weiterhin angespannt“, erklärt Robert Vorreiter, Vorsitzender des Bewertungsausschusses des RDM. Die Nachfrage nach Kauf- und Mietobjekten könne nicht gedeckt werden. Zu wenige Neubauprojekte und fehlende Bestandsimmobilien seien auch weiterhin der Grund für hohe Mieten.

Wohnungen in Berlin sind für Normalverdiener häufig unerschwinglich. Der RDM registriert, dass sich die Suche nach geeigneten Immobilien mittlerweile weiter zu den Randbereichen der Innenstadtlagen und Stadträndern ausweitet. Hiervon erfasst sind in erster Linie Städte und Gemeinden im Berliner Umland mit guter Infrastruktur und Verkehrsanbindung, allen voran die Stadt Potsdam.

Um den Berliner Mietmarkt zu entspannen, sieht der RDM in der Mietpreisbremse keine Lösung. Im Gegenteil: Der Verband erwartet, dass Vermieter noch in diesem Jahr jede Möglichkeit nutzen, um Mieten zu erhöhen, bevor das Gesetz im ersten Halbjahr 2015 in Kraft treten soll. Zudem würde die Mietpreisbremse auch nicht verhindern, dass Vermieter ihre Wohnungen an Mieter mit höherer Bonität vergeben.