Wohneigentum

Miniapartments im Fokus

Kapitalanleger sollten bei der Finanzierung Besonderheiten beachten

Weil die Quadratmeterpreise für Wohneigentum in Metropolen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind, rücken bei Investoren Wohneinheiten mit kleinen Grundrissen in den Fokus. Mikroapartments mit Wohnflächen bis 40 Quadratmeter kosten zwischen 140.000 und 320.000 Euro. „Entscheidend für Immobilieninteressenten ist der niedrigere Gesamtkaufpreis. Kleine Apartments lassen sich im Zinstief mit Kreditraten unter 1000 Euro finanzieren. Sie sind in Großstädten die Einstiegsklasse ins Immobilieneigentum“, sagt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG.

Clevere Grundrisse und hochwertige Einrichtungen: Mikroapartments unterscheiden sich kaum von Hotelzimmern. Zielgruppe sind nicht nur Eigennutzer – die Miniwohnungen stehen auch bei Kapitalanlegern im Fokus, die sie an Studenten oder Geschäftsleute vermieten.

„Immobilienkäufer, die ein Mikroapartment zur Vermietung erwerben, möchten oft unter 1000 Euro pro Monat für die Finanzierung aufwenden“, sagt Goris. Der Interhyp-Chef weiß, dass sich ein Miniobjekt zum Kaufpreis von 200.000 Euro mit 20.000 Euro Eigenkapital und einem 180.000-Euro-Kredit mit einer Monatsrate von rund 790 Euro bedienen lässt – inklusive einer dreiprozentigen Anfangstilgung. Bei vielen Apartments liegt die monatliche Kreditbelastung kaum über den für kleine Citywohnungen üblichen Mietzahlungen, was den Kauf sowohl für Eigennutzer als auch Kapitalanleger interessant macht.

Allerdings ist die Finanzierungsvielfalt eingeschränkt: „Von mehr als 400 Instituten sehen nur rund 20 Prozent der Anbieter den Kauf von Wohneigentum unter 40 Quadratmetern vor“, sagt Goris. Kaufinteressenten sollten zu Spezialisten mit breiter Anbietervielfalt gehen.