Verbraucher

Zehn Prozent der Energiekosten werden heruntergespült

40 bis 50 Liter warmes Wasser verbraucht ein Deutscher im Durchschnitt pro Tag.

– Den größten Anteil daran haben Dusche und Bad sowie das Waschen. Und das ist teuer: Im Schnitt werden rund zehn bis zwölf Prozent der Energiekosten durch die Nutzung von warmem Wasser verursacht. Noch tiefer in die Tasche greifen müssen Verbraucher mit einer elektrischen Warmwassererzeugung. Sie geben mehr als das Doppelte für ihren Verbrauch aus. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes betrifft das immerhin jeden vierten Haushalt.

„Eine Minute lang Warmwasser laufen zu lassen, verbraucht weitaus mehr Energie, als wenn eine Energiesparlampe eine Stunde lang leuchtet“, sagt Florian Henle, Mitgründer des unabhängigen Ökoenergieversorgers Polarstern. Insgesamt entfalle im Vergleich zur Beleuchtung durchschnittlich das Doppelte an Energiekosten auf den Warmwasserverbrauch.

Erik Gawel vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig rät zu einer regelmäßigen Kontrolle des eigenen Verbrauchs mittels eines Warmwasserzählers. Er ist seit Januar Pflicht in Mietwohnungen. Darüber hinaus lässt sich auch mithilfe der folgenden Maßnahme schon ein Großteil des Energieverbrauchs senken: wer die Wassertemperatur um fünf Grad beim Waschen senkt, spart dadurch rund elf Prozent Energie. Allerdings raten Experten bei der Wasseraufbereitung, beispielsweise durch einen Boiler, mindestens einmal pro Woche das Wasser im Speicher auf 60 Grad zu erhitzen, um Legionellen vorzubeugen.