Wohnung

Tipps für die Zimmersuche

Studentenwerk und Internetportale informieren die Erstsemester

– Zum Semesterbeginn herrscht Hochbetrieb auf dem Wohnungsmarkt der Unistädte. „Vor allem kleine Wohnungen sind in der Innenstadt teuer“, sagt Sebastian Biermann vom Initiativkreis für Studentischen Wohnraum an der Technischen Universität München. „Hinzu kommt, dass Studenten nicht bei allen Vermietern beliebt sind.“ Hier ein Crashkurs für die erfolgreiche Suche:

Studienanfänger, die ganz schnell ein Zimmer brauchen, können sich zunächst an gebührenfreie Portale für Zwischenmieten oder spezialisierte Seiten für Wohngemeinschaften halten. „Hier inserieren Privat-Vermieter, die Studenten bevorzugen, aber auch Studenten selbst, die Nachmieter oder Mitbewohner für eine WG suchen“, erklärt Thomas Winkler, Gründer der Portale www.studenten-wg.de und www.zwischenmiete.de. Je größer der Suchradius ist, umso höher sind die Erfolgsaussichten.

Daneben gibt es Portale, die sich auf das Wohnen auf Zeit spezialisiert haben – für den Übergang kann das auch für Studenten eine Option sein. Sie vermitteln für begrenzte Zeit möblierte Wohnungen von privaten Eigentümern, allerdings gegen Provision.

Einen Versuch wert ist ein Anruf bei städtischen Wohnungsbaugesellschaften. Manchmal haben sie sogar spezielle Angebote für Studenten. Sie sind oft vergleichsweise günstig.

Auf jeden Fall lohnt bei der Suche ein Anruf beim Studentenwerk, um nach Wohnheimen der Hochschule zu fragen. Studentenwohnheime sind günstig und liegen meist nahe am Campus. Entsprechend hoch ist die Nachfrage: „Das Berliner Studentenwerk unterhält 34 Wohnheime mit 9410 Plätzen – das entspricht rund sechs Prozent der Studierenden“, sagt Jürgen Morgenstern, Sprecher des Studentenwerkes in Berlin. Aktuell gebe es hier eine Warteliste von 1700 Bewerbern. Die Wohnheime werden meist vom Studentenwerk vor Ort getragen. Ein guter Einstieg in die Suche nach Anbietern ist eine nach Städten sortierte Liste auf der Internetseite www.studium-ratgeber.

Waren alle Anstrengungen erfolglos, können Studenten erst einmal in einem Hostel oder einer Jugendherberge unterkommen. Und viele Studentenwerke organisieren Notunterkünfte für Neulinge.