Sicherheit

Versicherungen für Bauherren

Berufsunfähigkeit oder Erkrankungen können Eigentum erheblich verteuern

Wer den Kauf oder Bau eines Eigenheims über ein Darlehen finanziert, sollte auch an eine eventuelle Erwerbsunfähigkeit denken. Deshalb gehören Berufsunfähigkeits- und Unfallversicherung zu den wichtigsten Absicherungen für Bauherren. „Wer Kredite abbezahlen muss und dann noch berufsunfähig wird, für den kann es finanziell eng werden“, sagt Stephan Gawarecki vom Finanzdienstleister Dr. Klein. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente reicht in den meisten Fällen nicht aus, da sie für alle, die mehr als drei Stunden pro Tag arbeiten können, nur noch eingeschränkt zahlt. Berufsunfähigkeitsversicherungen leisten dagegen meist schon ab einer Berufsunfähigkeit von 50 Prozent die vereinbarte monatliche Rente.

Besonderes Augenmerk sollte auf die Versicherungsbedingungen gelegt werden. Ganz wichtig ist ein Verzicht auf die Klausel der abstrakten Verweisung. Sonst hat der Versicherer die Möglichkeit, auf die Ausübung einer anderen Tätigkeit zu verweisen und deshalb nicht zahlen zu müssen. Außerdem sollte eine Nachversicherungsgarantie vereinbart werden, wodurch die Versicherungssumme nachträglich angepasst werden kann.

Kann aufgrund von Vorerkrankungen keine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden, ist eine Absicherung durch eine Unfallversicherung sinnvoll. Auch wer Eigenleistungen am Bau erbringt, ist mit einer privaten Unfallversicherung gut beraten.

Während die gesetzliche Unfallversicherung nur bei Schäden zahlt, die beim Ausüben des Berufes entstehen, zahlt die private Unfallversicherung auch bei Unfällen in der Freizeit. Helfen Freunde und Verwandte mit, sollte man sich auch über eine Bauhelferversicherung informieren, die sogar auch den Hin- und Rückweg zur Baustelle einbezieht.