Versicherungen

Hausratpolice gilt bei Einbruch auch für die beschädigte Tür

Die Hausratversicherung muss für die bei einem Einbruch verursachten Gebäudeschäden aufkommen.

Das berichtet die Fachzeitschrift „Versicherungsrecht“ (Heft 17/2014) unter Berufung auf ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Naumburg. Nach Auffassung des Gerichts gilt dies auch, wenn der Versicherte nicht nachweisen kann, dass etwas gestohlen wurde. Auch bei Verdacht auf versuchten Einbruch gelte der Versicherungsschutz (Az.: 4 U 99/11). Das Gericht gab mit seinem Urteil der Klage eines Versicherten statt. Der Kläger hatte seiner Hausratversicherung einen Einbruch gemeldet. Neben angeblich gestohlenen Wertsachen machte er Schäden an der Haustür in Höhe von 1860 Euro geltend. Die Versicherung lehnte eine Schadensregulierung sowohl für die angeblich gestohlenen Wertsachen als auch für die Sachbeschädigung ab. Der Kläger habe nicht nachweisen können, dass überhaupt etwas gestohlen wurde. Das OLG sah dies zwar ebenso, meinte aber, für die Sachbeschädigung müsse die Versicherung aufkommen. Denn Einbruchspuren seien von der Polizei bestätigt worden. Daher müsse zugunsten des Versicherten von einem versuchten Einbruch ausgegangen werden.