Ratgeber Recht

Versorger muss Abschläge nach Verbrauch bemessen

Für die Stromkosten gilt nach einem Gerichtsurteil: Energieversorger müssen Abschläge für die Lieferung von Strom nach dem tatsächlichen Verbrauch bemessen. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Düsseldorf (Az.: 12 O 474/12) hervor, auf das die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen aufmerksam macht. Demnach ist es nicht zulässig, die bei Vertragsschluss angenommenen Verbrauchswerte weiterhin zur Grundlage für die Abrechnung zu nehmen. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig.

Dennoch sollten die betroffenen Kunden in diesen Fällen aktiv werden, raten die Verbraucherschützer. So können Kunden den Angaben zufolge verlangen, dass künftige Abschläge entsprechend dem tatsächlichen Verbrauch aus der Jahresendabrechnung festgelegt werden. Maßgeblich ist dabei der zu Beginn des neuen Lieferjahres geltende Preis. Will der Versorger ein Guthaben mit laufenden Abschlägen verrechnen, können Kunden den Verbraucherschützern zufolge auch verlangen, dass ihnen das Guthaben ausgezahlt wird.