Technik

Raumklimageräte verbrauchen zu viel Strom

Ihr Betrieb ist laut, und die Kosten können im Sommer leicht über 200 Euro steigen

Sie sind laut, teuer und wenig effektiv – dennoch sind sie gerade in heißen Sommern auch derzeit in zahllosen Wohnungen anzutreffen: Raumklimageräte, die Unmengen an Strom verbrauchen und überdies oftmals nicht einmal die von ihnen erhoffte Abkühlung bringen.

Raumklimageräte sind wahre Stromfresser. Karin Merkel, Energieexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen, kennt das Problem aus ihrem Beratungsalltag. Zwar sind die Geräte oft vergleichsweise günstig in ihrer Anschaffung, der Betrieb geht dann aber richtig ins Geld. So ist ein Verbrauch von 1000 Kilowattstunden und darüber hinaus in einer Saison schnell erreicht – in einem Sommer können Kosten von weit über 200 Euro entstehen. Das entspricht in etwa den Kosten für ein Einsteiger-Gerät.

Die Geräte haben einige Nachteile und sorgen darüber hinaus oftmals nicht einmal für die erwartete Abkühlung. Einteilige „Monoblockgeräte“ müssen die Abwärme durch einen Schlauch nach draußen transportieren, häufig durch einen Tür- oder Fensterspalt. Auf diesem Weg strömt aber natürlich auch kontinuierlich warme Luft zurück in den Raum. Die Folge: Das Gerät läuft auf Hochtouren, ohne dass die versprochene Kühlung eintritt. Zudem sind Kompressor und Lüfter der Monoblockgeräte ziemlich laut.

Deutlich effizienter arbeiten sogenannte „Splitgeräte“, bei denen der lärmende Kompressor im Außenbereich montiert wird. Der Verbindungsschlauch für Stromleitung und Kältemittel wird durch die Wand zum Kompressor geführt. Diese Geräte sind aber auch wesentlich teurer als die Monoblockgeräte. Oftmals sind bei der Anschaffung mehrere Tausend Euro fällig. Doch auch Besitzern solcher Geräte rät Merkel, sie nur bei Bedarf anzuschalten, beispielsweise vor dem Schlafengehen.

Viel effektiver und kostenschonender: Nachts sorgen geöffnete Fenster häufig schon für Abkühlung. Tagsüber lässt sich mit zusätzlichen Sonnenschutzmaßnahmen und verschlossenen Türen und Fenstern verhindern, dass sich die Wohn- und Schlafräume unnötig aufheizen.