Prognose

Wohnungsnachfrage wird schrumpfen

Empirica-Analyse prognostiziert Leerstand außerhalb von Wachstumsregionen

Deutschland sortiert sich neu: Knapper Wohnraum und steigende Mieten in den Städten sind die Kehrseite von schrumpfenden Haushaltszahlen und zunehmendem Leerstand in der Fläche. Das geht aus einer Analyse des Beratungsunternehmens empirica hervor. Hintergrund seien Wanderungsbewegungen: In Schrumpfungsregionen wanderten Bundesbürger aus der Fläche in die zentralen Orte (Bielefeld, Gera) und überregional in die Wachstumsregionen (Berlin, Hamburg). Dort verdrängten sie Einheimische in das Umland. Deshalb zögen jetzt die Preise in vielen Umlandregionen an, so Rainer Braun, Verfasser der Analyse. Seit 2010 komme noch eine neue Zuwanderung aus dem Ausland oben drauf.

Brauns Prognose: Langfristig wird die Bevölkerung und zeitverzögert die Wohnungsnachfrage schrumpfen. Jeder Neubau müsse daher auf seine Zukunftsfestigkeit geprüft und jeder Zuzugsanreiz – wie durch die Mietpreisbremse – in die Knappheitsstädte vermieden werden.