Recht

Wie man möblierte Räume vermietet

Ein Mietvertrag sollte immer abgeschlossen werden. Portale im Internet können weiterhelfen

Ob für ein mehrmonatiges Projekt in einer anderen Stadt oder während der Renovierung der eigenen vier Wände: Die Anmietung einer möblierten Wohnung ist eine praktische Möglichkeit für alle, die zeitweise einen zweiten Wohnsitz benötigen. Für Eigentümer gibt es einige Aspekte zu beachten, damit ihnen die Vermietung einer möblierten Wohnung gelingt.

Grundsätzlich sollte immer ein Mietvertrag abgeschlossen werden, auch wenn Zimmer oder Wohnung nur für einen Monat bezogen werden. „Mit einer Fixierung der abgesprochenen Konditionen kann vermieden werden, dass es später zu Missverständnissen kommt oder verabredete Punkte in Vergessenheit geraten“, sagt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des Immobilienverbandes Deutschland IVD. Verwendet werde hierbei vor allem der Zeitmietvertrag.

Zum Teil werde auch ein unbefristeter Mietvertrag verwendet; er beinhaltet kürzere Kündigungsfristen für den Mieter. „Viele Portale im Internet, die sich auf Wohnen auf Zeit spezialisiert habe, bieten juristisch geprüfte Mietverträge an, die heruntergeladen werden können“, sagt Schick. So zum Beispiel auf www.formblitz.de, wo ein PDF-Dokument mit Muster-Mietvertrag für möblierte Wohnungen abrufbar ist. In jedem Fall sollten Vermieter sich die Ausweise der zukünftigen Mieter zeigen lassen und die Daten im Mietvertrag notieren. Auch bei möblierten Wohnungen zum Wohnen auf Zeit ist es üblich, dass der Mieter an den Vermieter eine Kaution zahlt. „Die Miete für den ersten Monat und die Kaution werden üblicherweise vorab, spätestens bis zur Übergabe der Wohnung gezahlt“, sagt Schick. „Bei Barzahlungen sollten beide Seiten daran denken, dass diese vom Empfänger quittiert werden.“

Für möbliert vermietete Wohnungen gilt der Mietspiegel als Richtlinie für die Miethöhe nicht, je nach Art der Möbel darf die Miete erheblich von den Werten des Mietspiegels nach oben abweichen. Der höheren Miete steht auf Vermieterseite aber ein Risiko gegenüber. Denn für Reparaturen und Erneuerungen mitgemieteter Einrichtungsgegenständen ist er zuständig.