Geschäftsidee

Ein Start-up aus Berlin revolutioniert den Immobilienkauf

GroupEstate vereinfacht Kauf von Immobilien in Gruppen

– Die Idee hat Charme: Wer sich bislang nicht zutraute, die Finanzierung für eine Immobilie allein zu stemmen, tut sich mit anderen zusammen und erwirbt sie in Form einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR). Nach Ansicht von GroupEstate, einem jungen Berliner Start-up, das seit Mai am Start ist (www.groupestate.com), eine ideale Lösung, um den Preissteigerungen am Immobilienmarkt entgegenzuwirken. Denn dadurch wird der Kaufpreis einer Immobilie auf alle Käufer einer Gruppe verteilt. In Australien und Neuseeland ist dieses Konzept bereits etabliert, Banken bieten dort spezielle Kredite für Gruppen an.

Konkret können potenzielle Immobilienkäufer über die Online-Plattform Freunde und Familienmitglieder auffordern, einer privaten Gruppe zum gemeinschaftlichen Immobilienkauf beizutreten. Jedes Gruppenmitglied gibt an, wie hoch sein finanzieller Beitrag sein kann. Die Summe der Beiträge bestimmt, was für eine Immobilie sich die Gruppe leisten kann. Über eine Suchfunktion können Kaufobjekte ausgewählt und der Gruppe zugänglich gemacht werden. Anschließend können gemeinsam Angebote von Banken abgerufen werden, um das Projekt zu finanzieren.

Der wichtigste Bestandteil der Plattform ist ein Standardvertrag, der die Rechte und Verpflichtungen der Mitglieder der Kaufgruppe klar erläutert. Sie kann aus Mitgliedern bestehen, die in der Immobilie selbst wohnen, oder Personen, die ein Objekt nur als Kapitalanlage erwerben wollen. Die Eigentumsanteile werden durch das Eigenkapital, die jeder einbringt, festgelegt. GroupEstate hilft eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) zu bilden, und damit zu einer juristischen Einheit zu werden. Sie ist diejenige, die ein Darlehen erhält und die Immobilie erwirbt. Die GbR wird im Grundbuch als Eigentümer der Immobilie geführt. Alle Einnahmen und Ausgaben werden unter allen Mitgliedern entsprechend den Eigentumsanteilen aufgeteilt. Wird die Immobilie verkauft, wird der Gewinn gemäß den Anteilen aufgeteilt.

„Es gibt eine große Anzahl von Gruppen, die zusammen Immobiliengüter erwerben wollen. Unsere Werkzeuge und Informationen werden es jedem ermöglichen, eine Eigentümergemeinschaft zu gründen“, sagt Joel Dullroy, Mit-Gründer von GroupEstate. Kosten für diese Leistungen entstünden Nutzern nicht. „Wir werden von den Finanzierungspartnern für Kundenempfehlungen bezahlt. Dies ermöglicht es uns, Kunden den Service kostenfrei anzubieten“, sagt Dullroy.

Partnerschaften mit deutschen Kreditinstituten sind bereits abgeschlossen, um sicherzustellen, dass das Start-up auf Finanzierungsmöglichkeiten mit günstigen Konditionen verweisen kann. Die Plattform wird neben Joel Dullroy von weiteren drei Mitgründern umgesetzt, die Erfahrung mit Start-ups sowie in den Bereichen Banking, Technologie und Finance haben.