Finanzierung

Mietkaution muss sicher und verzinst angelegt werden

Mietkautionen sollten sicher angelegt werden.

„Der Vermieter muss das Geld bei einer Bank anlegen“, sagt der Kölner Rechtsanwalt Norbert Schönleber von der Arbeitsgemeinschaft Mietrecht und Immobilien im Deutschen Anwaltsverein (DAV). Ein Vermieter dürfe die Kaution nicht seinem Vermögen einverleiben. Wenn der Mieter nach seinem Auszug zum Beispiel keine Nebenkosten mehr bezahlen müsse, erhalte er seine Kaution und zusätzlich die Zinserträge zurück.

Ist eine Kaution vereinbart, darf sie drei Nettokaltmieten betragen. Der Mieter kann in drei Raten zahlen. Dabei wird die erste Rate bei Mietbeginn fällig, die anderen beiden in den zwei Folgemonaten. Es ist auch möglich, eine Mietkaution in Form von Aktien, einer Bankbürgschaft, einer Bundesanleihe oder als Pfandbrief beizubringen.

Zurückgezahlt werden muss die Kaution nicht zu einem festen Zeitpunkt. Direkt nach dem Auszug ist sie nach Ansicht des Bundesgerichtshofes nicht fällig. „In der Praxis ist von Kautionen eine Frist von etwa sechs Monaten üblich geworden“, sagt Schönleber. Der Vermieter soll Zeit haben, mit dem Mieter offene Forderungen abzurechnen.