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Mietkaution: Sichere Einlage zum üblichen Zinssatz ++ Zweitwohnungssteuer: Befreiung nur bei eindeutiger Büronutzung ++ Grundstücksgrenze: Wärmedämmung verändert die Maße eines Hauses

Sichere Einlage zum üblichen Zinssatz

Eine Kaution sollte sicher angelegt werden. „Der Vermieter muss das Geld bei einer Bank anlegen“, sagt Norbert Schönleber von der Arbeitsgemeinschaft Mietrecht und Immobilien im Deutschen Anwaltverein (DAV). „Und zwar zu dem für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigung üblichen Zinssatz.“ Ein Vermieter dürfe die Kaution nicht behalten. Wenn der Mieter nach dem Auszug zum Beispiel keine Nebenkosten mehr bezahlen müsse, erhalte er seine Kaution und die Zinserträge zurück.

Befreiung nur bei eindeutiger Büronutzung

Eine Zweitwohnungssteuer wird auch für solche Räume fällig, die sowohl als Büroräume als auch zum Wohnen oder Schlafen genutzt werden. Das berichtet die „Neue Juristische Wochenschrift“ (Heft 21/2014) unter Berufung auf einen Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) München. Nach Auffassung des Gerichts kann der Inhaber der Steuerpflicht entgehen, wenn er nachweisen kann, dass die Räume überhaupt nicht als Wohn- und Schlafräume dienen (Az.: 4 ZB 13.2515).

Wärmedämmung verändert die Maße eines Hauses

Beim Dämmen einer Außenwand kann sich der Abstand zur Grundstücksgrenze verändern. Hausbesitzer sollten sich daher über die geltenden Regelungen informieren, erläutert Holger Schmidt vom Bauherren-Schutzbund (BSB) in Berlin. Werden Außenwände mit einem Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) abgedichtet, kommt eine extra Lage Polystyrolplatten oder Mineralwolle auf die Fassade. Das Haus wird dadurch breiter. Da sich auch die Außenwirkung des Hauses verändert, ist bei Unklarheiten die örtliche Baubehörde zu fragen.