Interview

„Das ist der Mercedes unter den Residenzen“

Alles, was man sich wünschen kann: Das Tertianum erhält auch aus medizinischer Sicht lauter Bestnoten

Über die Vorzüge einer Altersresidenz sprach Autor Roland Mischke mit der Chefärztin des Evangelischen Geriatriezentrums Berlin, Professorin Elisabeth Steinhagen-Thiessen.

Berliner Morgenpost:

Wie viel Wohnraum braucht der ältere Mensch?

Elisabeth Steinhagen-Thiessen:

Das ist schwer zu beantworten. Einerseits geht der Bedarf an Wohnraum mit dem Alter zurück, zum Beispiel wenn Kinder den Haushalt verlassen. Andererseits wird Wohnraum schnell zu eng, wenn es um die Barrierefreiheit geht, also beispielsweise die Möglichkeit, sich im Bad ohne Einschränkung zu bewegen.

Was ist das Besondere am Tertianum?

Es ist sozusagen der Mercedes unter den Residenzen. Es ist ein Premiumangebot für Menschen, die exklusives Ambiente schätzen. Die Einrichtung bietet hotelähnlichen Service und viele Möglichkeiten zur Tagesgestaltung, kulturelle Veranstaltungen, Wellnessangebote und vieles mehr.

Ist die Lage mitten in der Stadt mit viel Trubel für Senioren geeignet?

Im Tertianum selbst merkt man vom Trubel der Großstadt nicht viel, denn es gibt es einen schönen Innenhof, der als Ruheoase dient. Gleichzeitig kann man am Stadtleben teilnehmen, wenn man das möchte – ein tolles Angebot!

Welche Bedingungen sollten für ältere Menschen unbedingt erfüllt sein?

An erster Stelle die Barrierefreiheit, an die auch dann schon gedacht werden sollte, wenn noch keine körperlichen Einschränkungen bestehen. Aber auch das Überwinden von Treppen sollte bedacht werden. Pflegestützpunkte in Berlin bieten hier kostenlose Beratung.

Wie wichtig sind eigene Möbel, die vertraute Umgebung?

Das kann ein sehr wichtiger Anker für Menschen sein. Gerade im Alter bleiben uns vor allem länger zurückliegende Erinnerungen am besten erhalten – ein Möbelstück, das wir schon lange besitzen, kann so ein Tor zu verloren geglaubten Erinnerungen werden.

Welche Rolle spielen Gewohnheiten, etwa über Jahre feststehende Abläufe im eigenen Haushalt?

Das ist enorm wichtig. Im eigenen Haushalt kennen wir jede Teppichkante und finden auch nachts den Lichtschalter, ohne hinsehen zu müssen. Diese Sicherheit bewahrt uns vor Unfällen und bietet gleichzeitig psychische Stabilität.

Wie wichtig sind älteren Menschen Beziehungen mit anderen?

Mindestens genau so wichtig wie jüngeren Menschen. Das Alter bringt manchmal einen Verlust an sozialen Beziehungen mit sich, wenn langjährige Freunde oder Familienangehörige nicht mehr da sind. Umso wichtiger ist es, sich nicht einzuigeln, sondern die vielfältigen Angebote zu nutzen. Aus wissenschaftlichen Studien wissen wir, dass Menschen, die gute soziale Kontakte haben, sowohl psychisch als auch körperlich länger gesund bleiben.

Ist das Leben mit Tieren im Alter ratsam?

Das ist eine individuelle Entscheidung. Wer sein Leben lang keine Hunde mochte, wird auch im Alter nicht zum Hundeliebhaber. Gleichzeitig bieten Tiere aber die Möglichkeit, das Leben mit einem liebevollen Gefährten zu teilen – ein wirksames Mittel gegen soziale Vereinsamung. Hunde bieten sich an, da sie auch regelmäßig ausgeführt werden müssen. Eine zusätzliche Gelegenheit für Begegnung.