Sicherheit

So schützen Sie im Urlaub Ihr Haus

Mit Zeitschaltuhr Lampen und Radio ein- und ausschalten. Abwesenheit nicht auf Facebook ankündigen

Koffer zu, Tür zu und weg? Nein, so mühelos ist die Abreise in den Urlaub meistens nicht. Nicht nur das Packen kostet Zeit, auch die Vorbereitung des Hauses. Einige Dinge sollten Urlauber vor der Abreise bedenken.

Wer Einbrecher abschrecken will, sollte den Eindruck erwecken, dass noch jemand zu Hause ist. Rollläden, Lampen und das Radio lassen sich über eine Zeitschaltuhr regelmäßig an- und ausschalten, erläutert die Initiative „Nicht bei mir!“ Sie wird unter anderem von der Polizeilichen Kriminalitätsprävention der Länder und des Bundes getragen. Wer keine Zeitschaltuhr hat, sollte Nachbarn bitten, die Rollläden hoch- und runterzuziehen. Sie leeren am besten auch den Briefkasten regelmäßig.

Wer verreist, darf zudem keine Hinweise für den Postboten am Briefkasten oder für Familie und Freunde auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. Das gilt auch für Informationen in sozialen Netzwerken oder eine Abwesenheitsmeldung per Mail. Denn diese Hinweise bekommen auch Kriminelle. Auch am Flughafen oder Bahnhöfen spionieren Einbrecher Reisende aus. Daher werden am besten keine oder nur zuklappbare Kofferanhänger verwendet. Versucht es der Einbrecher doch, hindert ihn nur die richtige Technik am Eindringen: Spezielle Türen und Fenster erschweren das. Und Alarmanlagen helfen, die Täter zu verscheuchen.

Die Annahme, dass bei Abwesenheit kein Strom verbraucht wird, stimmt nicht. Viele Geräte laufen weiterhin im Stand-by-Modus, und der kostet. Ein vierköpfiger Haushalt kann über einen zweiwöchigen Urlaub durchschnittlich circa 5,80 Euro sparen, wenn alle Geräte im Stand-by-Modus ganz ausgeschaltet werden, hat das Verbraucherportal Toptarif errechnet. Versteckte Stromfresser sind etwa die Musikanlage, der Radiowecker und der WLAN-Router. Unbenutzte Ladekabel werden am besten aus der Steckdose gezogen.

Bei großen Haushaltsgeräten lohnt sich das Ausschalten. Wird der Kühlschrank abgetaut, kann das 3,30 Euro über zwei Wochen sparen. Der Gefrierschrank schlägt mit etwa 2,80 Euro zu Buche. Rund vier Euro bleiben in der Haushaltskasse, wenn der Boiler im Badezimmer ausgeschaltet wird, etwa 1,40 Euro macht das Gerät in der Küche aus. Laut Toptarif lohnt es sich, ab einer Abwesenheit von drei bis vier Tagen, den Boiler auszuschalten. Dann seien die Kosten für das Erhitzen das Wassers nach dem Urlaub niedriger, als die gewünschte Wassertemperatur die ganze Zeit über zu halten. Das Abschalten der Zirkulationspumpe für Warmwasser spart ein Euro ein.

Strom sparen

Trennt ein vierköpfiger Haushalt alle nicht benötigten Geräte von der Stromversorgung, kann er in einem zweiwöchigen Urlaub knapp 89 Kilowattstunden Strom sparen. Bei einem Strompreis von 29 Cent entspricht das einem Einsparpotenzial von knapp 26 Euro. In drei Wochen können bis zu 38 Euro zusammenkommen.

Wer lange nicht zu Hause ist, sollte die Hausleitung von den Hauptleitungen der Wasserversorgung trennen. Steht Wasser länger in der Leitung und erwärmt sich, können sich Keime bilden, erläutert der Verband kommunaler Unternehmen. Bewohner sollten nach der Rückkehr die Wasserhähne aufdrehen und gerade nach längerer Abwesenheit das abgestandene Wasser so lange laufen lassen, bis wieder frisches kaltes nachkommt.

Versorgt kein Nachbar die Pflanzen, hilft ein Bindfaden: einen Eimer mit Wasser füllen und etwas erhöht zu den Pflanzkübel stellen. Je ein Ende des Bindfadens kommt in den Wassereimer und die Erde. Er leitet das Wasser vom Eimer in das Pflanzensubstrat .