Finanzierung

Mit Durchschnittseinkommen zum Eigenheim

Studie: Mancher Kauf rentiert sich mehr als Miete. Gute Angebote auch bei Versteigerungen

Beträgt das verfügbare Haushaltsnettoeinkommen 1200 Euro und mehr, ist in jedem zweiten Landkreis oder jeder Stadt der Erwerb eines 100-Quadratmeter-Einfamilienhauses finanzierbar. Insbesondere in Ostdeutschland gibt es bezahlbare Einfamilienhäuser. Die Wohnkaufkraft eines durchschnittlichen Haushaltsnettoeinkommens reicht in weiten Teilen Deutschlands sogar für den Erwerb eines Einfamilienhauses mit bis zu 120 Quadratmetern Wohnfläche.

Das ist das Ergebnis der aktuellen Postbank-Studie „Wohneigentum 2014 – wo Immobilien (noch) bezahlbar sind“. Demnach können sich mehr als ein Drittel (37 Prozent) der heutigen Mieter in Deutschland Wohneigentum leisten – und zwar von Flensburg bis Passau. Für sie kann der Kauf einer Eigentumswohnung sogar wirtschaftlicher sein, als weiterhin zur Miete zu wohnen.

Manchmal lässt sich dieser Traum aber auch schon durch den Erwerb eines zur Zwangsversteigerung stehenden Gebäudes realisieren. Auf jeden Fall muss dafür ein Blick in das Grundbuch geworfen werden, da dort etwaige Rechte Dritter – wie zum Beispiel ein lebenslanges Wohnrecht – vermerkt sind, sagen Experten der Arag-Versicherung. Auch sei es ratsam, wenn die Prüfung über die Einsicht in das bei Gericht ebenfalls liegende Verkehrswertgutachten hinausgehe.

Um sich ein wenig mit dem umfangreichen Versteigerungsprozedere vertraut zu machen, raten die Experten, bereits vor der eigenen Kaufabsicht schon einmal mehrere Versteigerungstermine zu besuchen. Wichtig für den Käufer ist es, zum einen seinen Ausweis mitzubringen, zum anderen bereits beim Bieten eine Sicherheit, zumeist in Form einer Bankbürgschaft oder einen durch ein Kreditinstitut ausgestellten Scheck, vorzulegen. In der Regel wird diese Sicherheit von den Gläubigern verlangt und beträgt zehn Prozent des Verkehrswerts.