Haus

Einsteiger-Immobilien besonders gefragt

Eine Umfrage ergibt jedoch deutliche regionale Unterschiede bei der Ausgabefreudigkeit im Hauserwerb

Die kleinere Immobilie steht bei Privatanlegern besonders im Fokus. Das zeigt eine aktuelle Befragung von 1000 Privatanlegern in Deutschland, durchgeführt von dem Münchner Unternehmen Euro Grundinvest und dem Meinungsforschungsinstitut GapFish aus Berlin. Allerdings gibt es deutliche regionale Unterschiede in der Ausgabefreudigkeit. In Berlin und in anderen Großstädten sitzt der Geldbeutel etwas lockerer als im Rest Deutschlands.

Am gefragtesten ist deutschlandweit wie zu erwarten die Einsteigerklasse. 25 Prozent und damit jeder vierte Privatanleger würde gerne eine Immobilie zu einem Preis von bis zu 100.000 Euro erwerben. In den Großstädten ist der Anteil etwas niedriger. In München beispielsweise würden nur rund 17 Prozent bis 100.000 Euro aufwenden, in Köln lediglich 13 Prozent.

Diese Zahlen sind mit großer Wahrscheinlichkeit dem Umstand geschuldet, dass es in Großstädten in der Preisklasse bis 100.000 Euro nahezu keine verfügbaren Objekte gibt. Privatanleger wissen, dass sie realistischerweise mehr auf den Tisch legen müssen, kommentiert Jaqueline Reinhold, Leiterin Unternehmenskommunikation bei Euro Grundinvest, die Ergebnisse.

Insgesamt geht aus der repräsentativ quotierten Befragung hervor, dass es eine Preisgrenze bei 250.000 Euro gibt. Deutschlandweit würden 15 Prozent bis zu 250.000 Euro investieren. Insgesamt gerechnet sind es sogar 73 Prozent, die bis zu 250.000 Euro investieren wollen. In der Preisregion bis 300.000 Euro kommt ein Immobilieninvestment nur für neun Prozent der Privatanleger infrage. In Köln und München würden immerhin 14 Prozent bis 300.000 Euro für ein Objekt bezahlen, in Berlin seien es 15Prozent.

Die Preisklasse bis 500.000 Euro ziehen deutschlandweit immer noch fünf Prozent in Betracht, in München sind es neun Prozent. Über 500.000 Euro wird die Luft dagegen noch dünner. Deutschlandweit gehen in diesem Preissegment nur drei Prozent zum Immobilienshopping – in München und Hamburg sind es hingegen immerhin vier Prozent.