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Nachweis: Vermieter bescheinigt pünktliche Zahlungen ++ Rückstand: Irrtümliche Mietminderung kann Kündigung bedeuten ++ Wohnfläche: Maßgeblich ist genaue Angabe im Mietvertrag ++ Vveräußerung: Mieter hat nicht automatisch Vorkaufsrecht

Vermieter bescheinigt pünktliche Zahlungen

Immer mehr Vermieter verlangen von ihren zukünftigen Mietern eine Bescheinigung des früheren Vermieters, dass Zahlungen in der Vergangenheit pünktlich erfolgten. Mogeln Wohnungsinteressenten hier, riskieren sie eine fristlose Kündigung des Mietverhältnisses, auch nachträglich, so urteilte der BGH am 9.4.2014 unter dem AZ. VIII ZR 107/13.

Irrtümliche Mietminderung kann Kündigung bedeuten

Der Bundesgerichtshof (BGH) entschied mit Urteil vom 11.7.2012, dass der Vermieter aufgrund eines Mietrückstands die fristlose Kündigung aussprechen darf, insoweit der Mieter seine Miete wegen eines Irrtums über die Ursache eines Mangels nicht gezahlt hat (Az.: VIII ZR 138/11).

Maßgeblich ist genaue Angabe im Mietvertrag

Weicht die tatsächliche Wohnfläche einer Wohnung von den Angaben des Maklers ab, haben Mieter kein grundsätzliches Recht auf Mietminderung. Maßgeblich ist eine genaue Angabe der Wohnungsgröße im Mietvertrag. Ist dort keine Wohnfläche ausdrücklich vermerkt, ist es Sache des Mieters, sich hier um Klarheit zu bemühen. (Amtsgericht München, Az. 424 C 10773/13).

Mieter hat nicht automatisch Vorkaufsrecht

Die Frage, ob ein Mieter das Vorkaufsrecht für seine Wohnung hat, wenn das ganze Haus verkauft wird und die neuen Eigentümer das Haus in Eigentumswohnungen aufteilen, musste vom Bundesgerichtshof beantwortet werden. In seinem Urteil V ZR 96/12 vom 22. November 2013 verneint der BGH das. Es entsteht kein Vorkaufsrecht des Mieters nach § 577 Abs.1 BGB.