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Hauskauf: Ein Gutachten schützt vor Mängeln ++ Bauarbeiten: Wann Mieter mit Lärm rechnen müssen

Ein Gutachten schützt vor Mängeln

Kommen Baumängel zum Vorschein, kann aus dem Traumhaus ein Alptraum werden. Werden nach der Übergabe Schäden gefunden, kann das zu einem langen Gerichtsstreit führen – wie ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zeigt. Die Käufer stellten erst nach der Übergabe fest, dass das Gebäude von Hausschwamm befallen war. Die Sanierungskosten überstiegen den Verkaufspreis um ein Vielfaches. Der BGH begrenzte jedoch den Anspruch auf Schadenersatz (Az.: V ZR 275/12). Experten raten deshalb Käufern, rechtzeitig ein Gutachten zu beauftragen, denn Käufer sind selten so sachkundig, den Zustand des Hauses und der Baumaterialien selbst beurteilen zu können.

Wann Mieter mit Lärm rechnen müssen

Eine Minderung der Mietzahlung kommt in Frage, wenn ein Mangel vorhanden und die Wohnung nicht in gewohnter Weise benutzbar ist. Mieter müssen den Mangel ihrem Vermieter schriftlich melden, ebenso dass sie die Miete mindern wollen. Einiges haben Mieter jedoch auch hinzunehmen. So verweist Inka-Marie Storm, Juristin beim Eigentümerverband Haus und Grund in Berlin, auf ein Urteil des Landgerichts Berlin (Az.: 67 S 465/12), in dem festgehalten wurde: Wenn ein Haus einstöckig ist und die umstehenden Gebäude vier Stockwerke haben, müssten die Anwohner damit rechnen, dass eines Tages aufgestockt wird. Ebenso müsse in einem Neubaugebiet mit Baulärm gerechnet werden.