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Arbeitszimmer: Steuerlicher Abzug bei zweiter Wohnung beschränkt ++ Mietspiegel: Bei Zweifeln muss das Gericht prüfen ++ Wasserschaden: Mieter müssen den Balkonabfluss frei halten

Steuerlicher Abzug bei zweiter Wohnung beschränkt

Aufwendungen für die berufliche Nutzung der zweiten Wohnung, die sich im Obergeschoss eines ausschließlich vom Steuerpflichtigen und seiner Familie genutzten Zweifamilienhauses befindet, fallen nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofes unter die Abzugsbeschränkung für ein häusliches Arbeitszimmer und sind lediglich pauschal in Höhe von 1250 Euro steuerlich zu berücksichtigen (BFH, Urteil vom 15.01.2013, Az.: VIII R 7/10). Die Häuslichkeit entfalle erst, wenn das Arbeitszimmer über eine allgemein zugängliche und auch von anderen Personen genutzte Verkehrsfläche zu erreichen sei.

Bei Zweifeln muss das Gericht prüfen

Die Anforderungen an einen qualifizierten Mietspiegel sind im Bürgerlichen Gesetzbuch unter BGB § 558d I,III geregelt. Auf eine gerichtliche Prüfung, ob diese Anforderungen an einen qualifizierten Mietspiegel tatsächlich erfüllt sind, kann in einem Streitfall nicht verzichtet werden. Zweifelt eine Partei in einem Prozess über eine Mieterhöhung an, dass es sich bei einer Verhandlung um einen qualifizierten Mietspiegel handelt, muss das Gericht der Frage nachgehen. So entschied kürzlich der Bundesgerichtshof (BGH, Urteil vom 06.11.2013, Az.: VIII ZR 346/12).

Mieter müssen den Balkonabfluss frei halten

Eine Mieterin hatte es unterlassen, den Balkon von Schnee zu befreien. Der Balkonabfluss vereiste, Schmelzwasser konnte nicht abfließen und drang über die Balkontür in die Wohnung ein. Über diesen Weg gelangte das Wasser auch in die darunter befindliche Wohnung. Die Vermieterin verlangte Kostenersatz für die erforderliche Sanierung. Vor Gericht siegte die Vermieterin. Der vereiste Abfluss war als alleinige Schadensursache festgestellt worden. Dieser fällt ausschließlich in den Verantwortungsbereich der Mieterin (AG Neukölln, 5.10.2011, Az.: 13 C 197/11).