Neubau

Größtes Wohnquartier Berlins

Im Umfeld des Landschaftsparks rund um den Falkenberger Gehrensee werden insgesamt bis zu 1000 Häuser gebaut

Falkenberg wurde im 13. Jahrhundert durch Siedler angelegt und 1920 nach Berlin eingemeindet. Heute gehört der Ortsteil am nordöstlichen Stadtrand zum Bezirk Lichtenberg. Vielen Berlinern ist die Gegend durch das Tierheim Berlin bekannt, das vor ein paar Jahren von Lankwitz hierher zog. Dafür wurde ein kompletter Neubau errichtet. Dessen interessante Architektur animiert viele Regisseure zu Filmaufnahmen.

Falkenberg ist umgeben von weiten Feldern. Wer hier raus fährt, vergisst für einen Moment den Stress der Großstadt und findet sich in einer ruhigen Umgebung wieder. Die Atmosphäre ist dörflich. Man hat das Gefühl, irgendwo auf dem Land zu leben. Von der Hektik, die das Großstadtleben prägt, ist hier wenig zu spüren.

An der Ahrensfelder Chaussee entsteht demnächst auf einem 13,6 Hektar großen Grundstück mit „AuenFlügel Berlin“ das größte Wohnquartier der Stadt. Es wird im Umfeld eines Landschaftsparks liegen, der um den Gehrensee herum angelegt ist.

Die Bauarbeiten beginnen im Sommer, in den nächsten fünf Jahren werden hier in mehreren Bauabschnitten bis zu 1000 Häuser errichtet. Sie sollen zwei- bis dreigeschossig werden und zwischen 85 und 154 Quadratmeter groß sein.

Der erste Bauabschnitt wird bereits im kommenden Jahr abgeschlossen sein. Ende 2019 soll dann das ganze Projekt erstellt sein. „Wir haben bis jetzt oft große Baugrundstücke erschlossen und städtebauliche Konzepte gemacht. Dieses neue Bauvorhaben passt sehr gut zu unserer Unternehmensphilosophie. Außerdem hat uns die große Dimension des Areals sehr beeindruckt“, sagt Günter Minge von der Deutschen Eigenheim.

Das Neubauensemble besteht aus zwei Flügelringbebauungen, die in den Landschaftspark integriert sind. Im Zentrum der Flügel befindet sich je ein Quartiersplatz, um den sich einheitliche Bürgerhäuser gruppieren. Alle Gebäude haben Loggien, Gärten und Terrassen sowie einen separaten Stellplatz. Geplant sind auch eine Kindertagesstätte und zwei Dorfgemeinschaftshäuser an den zentralen Plätzen, in denen sich junge und alte Nachbarn für soziale und kulturelle Aktivitäten treffen können. Eine kleine Pension für Besucher und Gewerbeeinheiten mit Produkten des alltäglichen Bedarf gehören auch zum Projekt. „Wir wollen neues Leben in diese Region bringen und bei unserem neuen Bauvorgaben ein intelligentes Energiekonzept einführen“, so Minge.

Den Bauboom in Berlin kann er nachvollziehen. Die Stadt habe im internationalen Vergleich immer noch Nachholbedarf an neuen Bauprojekten. Durch die vielen tausend Menschen, die jährlich nach Berlin ziehen, sei neuer Wohnraum in der Stadt notwendig. „Nicht alle Neuberliner wollen im Zentrum wohnen, manche bevorzugen auch Siedlungen am Stadtrand. Gerade an solchen Orten sehen wir noch großes Potenzial an Bauvorhaben“, sagt Minge.