Neubau

Historische Palaisanlagen

Am Schlachtensee ist ein Neubauensemble mit 72 Wohneinheiten geplant. Rund um einen Hauptplatz werden fünf Häuser errichtet

„Die Kiefern neigen sich leise / blau liegt und still der See, wir lauschen der alten Kunde / von Wendenlust und Weh.“ Diese lyrischen Zeilen dichtete die Schriftstellerin Ludovica Hesekiel schon im 19. Jahrhundert über den Schlachtensee. Bis heute gehört dieser See zu den attraktivsten Sehenswürdigkeiten im Südwesten Berlins.

Auch die Ortslage, die am See entstanden ist, gilt als bevorzugte Wohngegend. Nicht zuletzt wegen der grünen Natur und der angenehmen Atmosphäre, die dort herrscht. Wer im Sommer etwas Schönes erleben und die Ruhe genießen will, fährt zum Schlachtensee. Hier kann man um den 5,5 Kilometer langen See herum laufen, mit einem Boot rudern und es sich gut gehen lassen.

Am S-Bahnhof Schlachtensee finden Anwohner zahlreiche Geschäfte, die sie für den Alltag brauchen. Eine gesunde Mischung macht es ihnen möglich, dass sie nicht oft zum Einkaufen in die Stadt fahren müssen. Deshalb zieht es heute noch viele Menschen hierher, die in idyllischer und charmanter Lage leben wollen.

Mitten im historischen Ortskern entsteht nun das Neubauensemble Schlachtensee Carré. Es orientiert sich in seiner städtebaulichen Ausprägung an die herrschaftlichen Palaisanlagen aus dem 19. Jahrhundert. Um einen zentralen Platz herum werden fünf Häuser gebaut. „Wir haben im Südwesten Berlins mehrere Bauprojekte verwirklicht. Wir fühlen uns hier sehr wohl und haben eine besondere Affinität zu dieser Gegend“, sagt Alexander Harnisch von Diamona & Harnisch. Das elegante Ambiente habe sie animiert, ihr neues Projekt hier zu errichten. Deshalb hat sein Unternehmen das rund 10.500 Quadratmeter große Grundstück erworben, auf dem früher unter anderem ein Gebäude des Internationalen Bundes stand. Dort wurden damals Jugendliche zum Hotelkaufmann ausgebildet, später wurde das Haus abgerissen.

Die Baumaßnahmen haben gerade begonnen. Es entsteht hier unter anderem auch eine Tiefgarage, die sich unter dem zentralen Platz befinden und Platz für 80 Stellplätze bieten soll. Dort sollen bis Ende 2015 insgesamt 72 exklusive Wohneinheiten mit einer Gesamtwohnfläche von 9200 Quadratmetern gebaut werden. Die Auswahl reicht von 60 Quadratmeter großen Apartments bis zu 220 Quadratmeter großen Penthäusern.

Die Erdgeschosswohnungen haben Gartenflächen von 80 bis 390 Quadratmetern. Es ist ein reines Wohnprojekt, Gewerbeflächen sind nicht vorgesehen. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 36 Millionen Euro. „Ich bin auch gern draußen in der Natur. Die Nähe zum Grunewald macht diese Gegend besonders schön“, meint Harnisch. Die zahlreichen Bauaktivitäten in der Stadt betrachtet der Geschäftsführer mit „gemischten Gefühlen“. Durch diesen Boom würden auch die Baugrundstücke teurer. Er findet es gut, dass Berlin inzwischen auch für Ausländer eine sehr attraktive Stadt geworden ist. „Vor allem die vielen Grün- und Wasserflächen sind einmalig. Im Vergleich zu anderen großen europäischen Metropolen liegt Berlin in diesem Zusammenhang ganz vorn“, betont Harnisch. Auch die zahlreichen Universitäten in der Stadt würden viele junge Menschen und Akademiker anziehen.

In der Tat ist Berlin derzeit ein attraktiver Wohnort. Ein umfangreiches Kulturangebot und das Lebensgefühl ziehen jährlich Tausende von Menschen an die Spree, die sich hier niederlassen und eine neue Zukunft aufbauen wollen. Die kreative Start-up-Szene entwickelt neue Ideen und schafft Arbeitsplätze.