Wohnungsbau

22 Prozent mehr Baugenehmigungen für Etagenwohnungen

Die Anzahl der Baugenehmigungen für Geschosswohnungen ist im Jahr 2013 kräftig gestiegen.

– 117.666 Wohnungen wurden laut Statistischem Bundesamt genehmigt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 22,3 Prozent. „Die Baugenehmigungen sehen wir grundsätzlich positiv“, kommentiert Jens-Ulrich Kießling, Präsident des Immobilienverbands IVD die Entwicklung. „Fast jede zweite Wohnung ist in den Regionen geplant, wo die Nachfrage am größten ist.“ Dies zeige, dass der Marktmechanismus aus Nachfrage und Angebot grundsätzlich funktioniert. Seit 2010 entwickeln sich die Mietpreise wieder positiv, und die Aussicht auf steigende Mieten führt zu mehr Investitionen in den Wohnungsbau. Zwischen 1996 und 2010, als die Mieten tendenziell fielen, gingen die Baugenehmigungen Jahr für Jahr zurück.

Die positive Entwicklung reiche allerdings noch nicht aus, um die hohe Nachfrage insbesondere in Großstädten zu bedienen. „In Berlin werden beispielsweise jährlich bis zu 10.000 neue Wohnungen benötigt. 2013 wurden jedoch nur 7918 Neubauwohnungen genehmigt“, sagt Kießling. Außerdem würden nicht alle genehmigten Bauvorhaben auch realisiert. „Neubau müsse sich auch finanziell lohnen“, sagt Kießling. „Wird die Mietpreisbremse eingeführt, werden viele Neubauprojekte zum Verlustgeschäft für die Investoren. Bauherren werden dann lieber in attraktive Eigentumswohnungen investieren oder ihre Investitionsvorhaben stoppen.“

Die Angebotsknappheit in den Zentren deutscher Großstädte bleibe durch die politischen Eingriffe längerfristig bestehen. „Um der dortigen Wohnungsknappheit entgegenzutreten, müssen die Verantwortlichen bessere Rahmenbedingungen schaffen“, sagt der IVD-Präsident.