Pflege

So gelingt der Frühjahrsputz

Bei Oberflächen auf Pflegeanleitung der Hersteller achten

Die strahlende Frühlingssonne bringt es an den Tag: Auf Schränken, Polstermöbeln und Teppichen hat sich eine Staubschicht angesammelt. Es ist Zeit, mit einem gründlichen Frühjahrsputz zu beginnen. „Rückstände von Raumsprays, Duftkerzen, Desinfektionsmitteln und Kosmetika müssen entfernt werden“, sagt Lothar Knerr, IHK-Sachverständiger für Möbelpflege aus Lichtenfels (Bayern). Sie konnten sich ablagern, da im Winter die Wohnung wegen der niedrigen Außentemperaturen immer nur für kurze Zeit gelüftet werde. Ein Universalmittel gibt es nicht. „Jedes Material benötigt sein spezielles Reinigungsmittel.“

Wer das falsche wählt, kann sogar das Material schädigen. Besonders hochwertige Möbel aus Naturmaterialien sind besonders empfindlich und dürfen nur mit Produkten behandelt werden, die Hersteller empfehlen. „Grundsätzlich sollte man scharfe Chemikalien, Hitze und Dampf vermeiden“, rät Knerr. Denn die Möbel reagierten darauf mit Flecken, Dellen, Falten, Verfärbungen und Verhärtungen, oder der Lack platzt ab. Fehlt die Anleitung, für die Reinigung, kann man sich mit sanften Hausmitteln helfen.

Sanfte Hausmittel einsetzen

Bei Polstermöbeln sollte ein Geschirrtuch mit Essigwasser im Verhältnis eins zu vier feucht gemacht und auf die Polster gelegt werden. Durch Klopfbewegungen wird dann der aufgewirbelte Staub von dem Tuch gebunden. Gleichzeitig frischt der Essig die Farbe auf. Ledermöbel hingegen lassen sich bestens mit einer Mischung aus sechs Esslöffeln Essig und zwölf Esslöffeln Leinölfirnis (Baumarkt) reinigen. Mit einem Tuch nachwischen – so bleibt das Leder geschmeidig.

Sind auf den Polstermöbeln Flecken, sollten diese mit einer fett-, öl- und alkalifreien Naturseife, die ph-neutral ist, behandelt werden. Es muss aber immer der gesamte Teil des Sofas gesäubert und danach mit destilliertem Wasser feucht nachgewischt werden, damit sich keine Ränder bilden. „Eine Imprägnierung ist nach der Reinigung nicht mehr nötig“, erläutert Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie. Die Möbel sind in der Regel beim Hersteller imprägniert worden. Für die Reinigung eignen sich Staub- oder Baumwolltücher am besten. Mikrofasertücher können die Oberfläche leicht zerkratzen. Die Staubtücher sollten mit Kernseife statt mit Waschpulver ausgewaschen werden. So nehmen sie hinterher den Staub besser auf.