Konjunktur

Moderater Preisanstieg bei Immobilien

LBS und Sparkassen erwarten Verteuerung um drei Prozent. Gefragt sind vorwiegend Bestandsbauten

Trotz der großen Nachfrage nach Immobilien entwickeln sich die Preise nach Angaben der Immobilienmakler von LBS und Sparkassen weiterhin moderat. „Ein durchschnittlicher Preisanstieg zum Vorjahr von drei Prozent hat nichts mit einer Überbewertung zu tun“, sagt LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm. Diese Angabe sei in hohem Maße repräsentativ, wie Hamm in Berlin hervorhob, denn sie basiere auf 34.000 Immobilien-Vermittlungen im Wert von 5,7 Milliarden Euro, die im vergangenen Jahr von der größten Maklergruppe Deutschlands getätigt worden seien. Der Großteil entfiel dabei auf rund 15.500 Einfamilienhäuser und gut 12.000 Eigentumswohnungen, darunter überwiegend aus dem Gebäudebestand.

Der Grund ist schnell ersichtlich: Gebrauchtobjekte sind gegenüber Neubauten preiswerter. Darüber hinaus sind sie schnell beziehbar und verfügen über eine meist gute Lage. Im Schnitt kosteten neue Eigenheime bei den Vermittlern von LBS und Sparkassen im vergangenen Jahr 334.000 Euro, die Durchschnitts-Preise für Gebrauchtimmobilien lagen bei weniger als der Hälfte. Ähnlich das Bild bei Eigentumswohnungen: Hier kosteten Gebrauchtobjekte im Schnitt 113.000 Euro, für neue Einheiten mussten mit rund 236.000 Euro das Doppelte gezahlt werden. „Neben dem höheren Standard sind sie im Schnitt auch teurer, weil sie in den großen Ballungsräumen entstehen“, sagt Hamm. Damit verlockende Angebote nicht zum Problem werden, rät der Immobilienverband Deutschland (IVD) zu Darlehen mit einer Zinsbindung von 15 bis 20 Jahren. „Die seien sicherer und nur wenig teurer als kurzfristige Kredite“, sagt IVD-Sprecher Jürgen Michael Schick.