Heiz-Tipp

Ofen anschüren: Zeitungspapier nur zum Anzünden

Hierzulande ist geregelt, was verbrannt werden darf

Holz für den Ofen sollte einen Feuchtegehalt von maximal 20 Prozent haben. Sonst geht erst einmal viel Heizenergie verloren, um das Wasser in den Scheiten zu verdampfen. Das merke der Verbraucher daran, dass das Feuer sich schlecht entzünden lässt, sagt Frank Kienle, Geschäftsführer des Industrieverbandes Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI) in Frankfurt.

Feuchtes Holz schadet auch der Umwelt. Beim Verbrennen setzt es mehr Rauch und Schadstoffe frei, erläutert der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks. Außerdem lagere sich mehr Ruß in Ofenrohr und Schornstein ab. Diese Schicht minimiere den Wirkungsgrad des Ofens – er heizt schlechter.

Aus Umweltschutzgründen ist es verboten, alte Zeitungen im Ofen zu verheizen. So steht es in der Ersten Bundesimmissionsschutz-Verordnung (1. BImSchV). Durch Verbrennen von Papier werden viele Emissionen freigesetzt. Papier dürfe jedoch zum Anzünden genommen werden. „Aber mehr als zwei, drei Seiten brauche ich dafür nicht“, sagt Ofenexperte Kienle. Er rät jedoch davon ab – umweltschonender seien Anzünder.

Damit Holz gut anbrennt, brauchen die Flammen beim Anzünden viel Sauerstoff. Deshalb sollte man währenddessen die Luftzufuhr höher einstellen, erläutert der HKI. So erreiche das Feuer rasch eine hohe Temperatur. Hat sich ausreichend Glut gebildet, kommen Holzscheite oder Briketts in den Ofenraum. Damit das Material nun langsam und gleichmäßig abbrennt, wird die Luftzufuhr gedrosselt.