Neuregelung

Lieber Eigentum statt hoher Miete

Wohn-Riester zur Entschuldung einsetzen. Bei Krediten auf hohe Anfangstilgung achten

Viele Mieter machen sich Gedanken über steigende Wohnungsmieten. Das ist das Ergebnis einer Studie von Interhyp unter rund 1800 Bundesbürgern. Demnach sehen 35 Prozent der Befragten neben der Familienplanung oder einem beruflichen Anlass die hohe Miete als einen wichtigen Anlass, umzuziehen. „Der Wunsch nach mietfreiem Wohnen ist ein Grund für eine Immobilienfinanzierung. Eigentum zu schaffen, bedeutet für viele jedoch nicht nur keine Miete zu zahlen, sondern auch frühzeitig in die Altersvorsorge zu investieren“, sagt Michiel Goris von der Interhyp. Zudem liege in einigen Städten die Belastung durch eine Immobilienfinanzierung kaum höher als die aktuelle Miethöhe, so Goris.

Hilfreich bei der Entscheidung könnten die neuen Um- und Entschuldungsmöglichkeiten der Wohn-Riester Förderung sein, denn seit dem 1. Januar 2014 kann angespartes Riester-Kapital jederzeit für die Entschuldung einer Immobilie eingesetzt werden, wie die LBS mitteilt. Auch eine Umschuldung bestehender Immobilienfinanzierungen ist jetzt mit einem Riester-Darlehen möglich – unabhängig davon, wann das Objekt gekauft wurde. Voraussetzung ist, dass der ursprüngliche Kredit zum Kauf oder Bau einer selbst genutzten Immobilie eingesetzt wurde.

Um die Laufzeit eines Kredits nicht unnötig in die Länge zu ziehen, empfiehlt der Immobilienverband Deutschland IVD eine hohe Anfangstilgung. „Eine Standardtilgung von einem Prozent verlängert jeden Kredit um Jahre, und je länger die Laufzeit, desto mehr Zinsen zahlt man“, sagt Jürgen Michael Schick vom IVD. „Bei den aktuell niedrigen Zinsen ist eine Tilgung von mindestens zwei Prozent ratsam." Um die Kreditlaufzeit weiter zu verkürzen, sollten Käufer darauf achten, Sondertilgungen zu vereinbaren.