Zusatzkosten

Verwalter beklagen hohe Kosten für die Konto-Umstellung

IVD fordert eine Umlage bei den Immobilienkunden

– Die Umstellung der Zahlungsmodalitäten auf SEPA (Single Euro Payments Area) bedeutet für viele Verwalter einen Mehraufwand. Das ergab eine Umfrage des Immobilienverbands IVD unter seinen Mitgliedern. So wandten die Unternehmen durchschnittlich 190 Personalarbeitsstunden für die Umstellung auf. Das entspricht der monatlichen Arbeitszeit eines Mitarbeiters. „Für die Umstellung musste ein großer Aufwand betrieben werden“, sagt Jens-Ulrich Kießling, Präsident des IVD. „Legt man einen Verrechnungssatz von 60 Euro pro Arbeitsstunde zugrunde, hätte eine Arbeitskraft im gleichen Zeitraum, in dem sie mit der Umstellung beschäftigt, einen Umsatz von 11.400 Euro erwirtschaften können.“

Ein Großteil der Aufwendungen bedeutet für die Unternehmen eine erhöhte Arbeitszeit. An zweiter Stelle folgen die Kosten für Sachmittel wie Porto und Anschreiben sowie für die Software.

„Für die Umlage dieser Kosten müssen klare Richtlinien geschaffen werden. Aufwendungen für Maßnahmen im Zusammenhang mit der SEPA-Umstellung dürfen nicht nur zu Lasten der Unternehmen fallen. Wir brauchen gesetzliche Vorschriften, um diese Kosten zwischen Dienstleister und Immobilienkunden aufteilen zu können“, fordert Kießling.

Im Rahmen der Umstellung warnt die Deutsche Bundesbank auch vor Betrug. So würden derzeit viele sogenannte Phishing-Mails versendet, um Bankkunden nach ihren Daten zu befragen. Die Bundesbank warnt deutlich vor der Beantwortung derartiger Mails und der Bekanntgabe von Kontodaten, Zugangscodes oder Geheimnummern wie PIN oder TAN. Kunden würden nur schriftlich von ihren Banken informiert, diese Mitteilungen würden mit den Kontoauszügen zugesandt.