Rechte

Privatverkäufer muss auf Mängel des Hauses hinweisen

Wer eine Immobilie von einem Privatmann kauft, hat weniger Rechte als Käufer von einem Unternehmen.

– Im ersten Fall muss der Käufer etwa die Gewährleistung selbst vereinbaren. Darauf weist der Verband Privater Bauherren (VPB) in Berlin hin. Meistens werden Gewährleistungsansprüche bei solchen Verträgen unter Privatleuten ausgeschlossen. Es gelte also: gekauft wie gesehen.

Der Verkäufer müsse aber auch in dieser Konstellation immer von sich aus auf Mängel hinweisen, die offenbarungspflichtig sind. Das betreffe Faktoren, die die Entscheidung über Kaufen oder Verzichten beeinflussen können. Beispiele sind eine sanierungsbedürftige Heizung oder frühere Wasserschäden – auch wenn diese zehn Jahre zurückliegen, sagt VPB-Sprecherin Eva Reinhold-Postina.

Der Verkäufer müsse außerdem Fragen des potenziellen Käufers nach Schäden oder Umbauten richtig und vollständig beantworten. „Fragen Sie die Geschichte des Hauses ab“, rät Reinhold-Postina. „Gehen Sie auch zu den Nachbarn, manchmal sagen diese so etwas wie: Jedes Frühjahr steht der Malermeister vor der Tür, weil der Schimmel im Keller steht. Das muss man wissen.“