Winterpause

Der Garten erwacht

An die Arbeit: Winterschutz entfernen, Äste beschneiden, Pflanzen setzen und gestalten

Nach der Winterpause gibt es an den ersten wärmeren Tagen des Jahres reichlich zu tun, um den Garten fit für die anstehende Saison zu machen. Der Winterschutz wird abgeräumt, Gartenflächen werden von Laub und Pflanzresten befreit, die Gehölze zurückgeschnitten, neuer Mulch verteilt und die Beete pflanzfertig hergerichtet.

Eine der ersten Gartenpflanzen, die den Einzug wagt, ist die Kamelie. Mit ihren glänzenden immergrünen Blättern und ihren ermunternden farbenfrohen Blüten wirkt die Kamelie nach der dunklen Jahreszeit wie ein leuchtendes Kunstwerk. Ihre prallen Blüten erstrahlen, je nach Art und Sorte, schon ab Februar in reinem Weiß, zartem Rosa oder dunklem Rot und sind ungefüllt, halbgefüllt, anemonenförmig oder rosenförmig. Kamelien sind nicht besonders empfindlich und werden nur selten von Krankheiten und Schädlingen befallen. Durch ihren ostasiatischen Ursprung hat die Kamelie jedoch ein paar Ansprüche an ihren Standort und das dortige Mikroklima. Im Halbschatten einer Hecke oder einer Hauswand, geschützt vor kalten Winden und der prallen Sonne fühlt sich die Kamelie besonders wohl. Hohe Luftfeuchtigkeit und viel Niederschlag machen ihr dagegen nichts aus und kommen ihrem Bedürfnis nach einem feuchten Boden sogar entgegen.

Buchs als Beetbegrenzung

Der Frühlingsbeginn ist auch die ideale Zeit, um neue Gestaltungsideen im Garten umzusetzen. Mit dem Buchsbaum beispielsweise wird der Traum vom Garten im klassizistischen Stil Wirklichkeit. Ob als kompakte Hecke oder als Begrenzung farbenfroher Beete, im Frühling gepflanzt wird der immergrüne Allrounder unter den Gartenpflanzen zu einem üppigen Gartenschmuck. Im Handel wird der Buchsbaum meist im Topf oder wurzelnackt im Bund angeboten, was eine zügige Verarbeitung ermöglicht. Für die Bepflanzung gilt als Faustregel: Pro Meter zehn Pflanzen à zehn Zentimeter für einen dichten Wuchs. Nach dem Einsetzen sollte der Buchsbaum zurückgeschnitten und bis zum Anwachsen feucht gehalten werden.

In der Wachstumsphase zwischen April und Oktober sollten gerade schnell wachsende Arten mehrmals beschnitten werden, um Form und Fülle zu wahren – maximal im Monatsrhythmus. Je öfter der Beschnitt, desto häufiger sollte der Buchsbaum auch mit Wasser und Nährstoffen in Form von flüssigem Buchsbaumdünger versorgt werden. Überdies sind zu heiße Standorte ohne Sonnenschutz durch einen Baum oder eine Hauswand nicht ratsam.

Einen besonderen Charme und Duft erhält der Sommergarten mit dem beliebten Lavendel. Dafür werden Lavendelstecklinge oder überwinterte Topfpflanzen im März in den Garten gepflanzt. Der Standort ist dabei von großer Bedeutung: Die Pflanze bevorzugt einen sehr sonnigen, möglichst südlichen, aber gleichzeitig windgeschützten Standort wie an einer Mauer. Diese spendet nicht nur Schutz, sondern gibt auch gespeicherte Wärme an die Pflanze ab. Ein Hochbeet oder eine leichte Hanglage eigenen sich gut, denn überschüssiges Wasser kann somit schneller ablaufen. Der Lavendel verträgt Nässe nämlich schlecht. Zusätzlich braucht die beliebte Gartenpflanze einen durchlässigen kalkhaltigen, sandigen beziehungsweise kiesigen und nährstoffarmen Boden. Am besten eignet sich Kräutererde, die wenig Nährstoffe enthält und mit Sand vermischt ist.