Dekoration

Mit Fuchs und Hase im Wohnzimmer

Tierfiguren zum Aufstellen oder auf Stoffen sind nun schon einige Saisons beliebt. „Und das hört nicht auf – der Fuchs ist die neue Eule“, berichtet Nicolette Naumann, Leiterin der Ambiente, der internationalen Leitmesse für Konsumgüter in Frankfurt am Main, die bis zum 11. Februar lief.

Nach Hirschen am Anfang des Tiertrends und diversen Vogelarten, allen voran die Eule, sah man Füchse erstmals in größerer Zahl bei der Frankfurter Herbstmesse Tendence. „Jetzt war er schon auf mehr Ständen zu sehen. Und der Fuchs wird sicher eine Weile bleiben“, prophezeit die Trendexpertin.

Dass die Designer sich ausgerechnet Eule und Fuchs für ihre Entwürfe aussuchen, erläutert Naumann mit der Form ihrer Figur: „Beide Tiere lassen sich gut in grafische Muster auflösen.“ Mehrere Füchse fügen sich zum Beispiel zu Dreiecken zusammen. Bei der Eule komme „ihr breites Gesicht mit diesen übergroßen Augen“ an. „Sie ist eine gute Schablone, wenn ich es ganz platt formuliere“, so die Vizepräsidentin der Frankfurter Konsumgütermessen.

Kunden mit Designansprüchen schätzen derzeit solche grafischen Muster. „Daher kann man Eulen und Füchse nicht nur für sehr konsumorientierte Märkte interpretieren, sondern sie auch in designorientierte Märkte bringen“, erläutert die Trendexpertin.

Anders ist das im Fall von vielen weiteren Tieren: „Es gibt Motive, die sich nur sehr, sehr schwer in Muster auflösen lassen – dazu gehört der Hirsch und das Bambi, auch das Häschen und der Pudel“, erklärt Naumann. Die Folge ist: Sie eignen sich eher als Figuren zum Aufstellen oder gedruckt als Einzelmotive.

Aber auch sie gab es in Frankfurt in Hülle und Fülle zu sehen: Vom Hasen, der aktuell zu Ostern wieder in den Geschäften zu finden ist, über farbige Dackelfiguren wie bei Kare oder Pferdemotiven auf dem Geschirr von Royal Crown Derby. Alle Tierfiguren sollten im Wohnraum aber nur in Maßen als Dekoration verwendet werden, rät Nicolette Naumann. „Tiere auf Accessoires sind immer ein Hingucker.“

Tier-Dekore sind allerdings keine neue Erfindung heutiger Designer. So hatte zum Beispiel der Rote Drachen, wie er heute noch in der sächsischen Porzellanmanufaktur Meissen eingesetzt wird, seinen Ursprung am Hofe August des Starken. In der roten Ausführung war er im 18. Jahrhundert sogar nur dem Hof vorbehalten. Während Rot für die Chinesen als eine glückliche Farbe gilt, wird der Drache heute auch in Schwarz, Hellblau, Grün, Purpur, Rot, Gelb, Lila und Braun angeboten.