Energie

Wärmestau hinter Gardinen

Wie Wohnungen am besten geheizt werden

– Das Heizen im Winter macht gut 70 Prozent des Energieverbrauchs im Haushalt aus. Auf diese Zahlen des Statistischen Bundesamtes weist der TÜV hin. Die Experten verraten, wie Verbraucher auf einfache Weise in der Heizsaison Geld sparen. Besonders wichtig ist das Entlüften der Heizkörper. Ist Luft in den Heizungsrohren, kann das Wasser nicht gleichmäßig durch sie fließen. Dadurch vermindert sich die Leistung der Anlage, erläutert der TÜV-Sachverständige Steffen Scholz. Als deutlicher Hinweis auf eine nötige Entlüftung gilt, wenn das Wasser in den Leitungen gluckert. Zur Entlüftung wird mit einer Zange oder einem speziellen Vierkantschlüssel das Ventil an dem Heizkörper aufgedreht. Es befindet sich in der Regel an der Seite des Radiators. Sobald keine Luft mehr entweicht und Wasser austritt, kann das Ventil wieder geschlossen werden. Achtung: Eine Schüssel zum Auffangen des Wassers unter das Ventil halten.

Am besten werden alle Zimmer auf geringer Stufe geheizt, auch, wenn die Bewohner im Urlaub sind. Denn kühlen die Räume aus, kostet es mehr Geld, sie wieder aufzuwärmen. Verbraucher sollten die Räume auch direkt heizen und nicht, indem sie warme Luft aus einem anderen Zimmer in ein unbeheiztes lenken. Denn mit der Wärme zieht Feuchtigkeit in kühle Räume. Kondenswasser setzt sich hier ab, Schimmel kann sich bilden. Daher rät der TÜV: Die Türen zu kühleren Räumen schließen.

Um die volle Heizleistung zu bekommen, sollten Verbraucher darauf achten, dass die Heizung nicht verdeckt wird. Auch eine Verkleidung des Radiators könne die Leistung mindern. Selbst lange Gardinen reduzieren den Wärmefluss.

Sind die Fenster älter, so sollten nachts die Jalousien geschlossen werden. Sie wirken wie eine zusätzliche Dämmschicht.

Statt dauerhaft die Fenster auf Kipp zu halten, sollten sie nur mehrmals am Tag für fünf bis zehn Minuten ganz geöffnet werden. Sonst kühlen die Räume zu stark aus – und das Aufwärmen kostet wieder mehr Geld.