Kredite

Solide Immobilienfinanzierung

Kunden haben die Wahl zwischen diversen Anbietern im Kreditwesen. Büromarkt ist als Anlage mehr gefragt als Wohnimmobilie

„Die Immobilienwirtschaft ist ein wesentlicher Teil der deutschen Wirtschaft. Die Branche wächst seit 2008 um durchschnittlich zwei Prozent pro Jahr. Die hohe Stabilität liegt unter anderem an der soliden Immobilienfinanzierung“, so die Aussage des Gutachtens „Wirtschaftsfaktor Immobilien 2013“, das im Auftrag des Deutschen Verbandes für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung (DV) und der Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung (gif) erarbeitet wurde. Eine große Herausforderung sei aber der regionale Bevölkerungsrückgang. Zudem reagiert die Branche sensibel auf politische Entscheidungen, wie etwa eine Mietendeckelung. Das in Gebäuden und bebauten Grundstücken gebundene Nettoanlagevermögen hat sich zwischen 2006 und 2011 von neun auf 10,1 Billionen Euro erhöht.

Die Vielfalt an Anbietern – von Sparkassen und Genossenschaftsbanken über Regional-, Kredit- und Großbanken bis hin zu Bausparkassen, Hypothekenbanken und weiteren Spezialfinanzierern – sichert einen breiten Zugang zur Finanzierung. „Damit der Immobilienmarkt auch in Zukunft so stabil bleibt, muss darauf geachtet werden, wie sich der Finanzmarkt aufgrund der neuen Finanzmarktregulierung ändert“, sagt Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfelds Immobilienökonomik beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

„Die Branche ist optimistischer, viele der Kreditgeber sehen die Rahmenbedingungen jetzt progressiver als im Vergleich zum Vorquartal“, sagt auch Curth-C. Flatow, Gründer des Beratungsunternehmens FAP. Deutlich sei aber, dass die Kreditgeber sich auf Büroimmobilien konzentrierten, denn das Interesse an Finanzierungen von Wohnimmobilien habe im Vergleich zum Vorquartal sich leicht reduziert, so der Fachmann.