Konjunktur

Stabiler Immobilienmarkt auch in 2014

Randlagen gewinnen an Wertzuwachs. Große Neubausiedlung im Osten von Berlin mit 1000 Wohneinheiten geplant

Deutschlands Wohnimmobilienmärkte bleiben nach Einschätzung des Immobilienverbands IVD auch 2014 stabil und werden Käufern und Verkäufern gute Chancen bieten. „Wir rechnen damit, dass die Preise für Wohneigentum im Bundesdurchschnitt leicht oberhalb der Inflationsrate steigen“, sagt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des Verbandes. Der Trend, dass der Druck auf die Preise in den Großstädten nachgibt, werde sich fortsetzen. „Der Nachholeffekt der Preisentwicklung der vergangenen Jahre lässt in den Metropolen langsam nach und die Preise werden sich stabilisieren“, erklärt Schick. Unterdessen wird die Preiskurve in kleineren Städten stärker ansteigen. „Die Nachfrage nach Immobilien hat sich in den vergangenen Monaten auch in kleinere Städte verlagert“, so Schick. Vor diesem Hintergrund empfiehlt der Fachmann, auch den Verkauf einer als Kapitalanlage genutzte Wohnung zu prüfen, sofern sie in einer Stadt liegt, in der die Angebotspreise überdurchschnittlich gestiegen sind. Denn der deutliche Nachfrageüberhang nach Kapitalanlagewohnungen in Top-Lagen ermöglicht Verkäufern hohe Gewinnmitnahmen, die unter Umständen in einer kleineren Stadt mit positiver Wachstumsprognose, guter Infrastruktur und stabilen Wirtschaftsdaten reinvestiert werden könnten.

Von einer Überhitzung der Märkte könne keine Rede sein, so Schick. So sieht es auch Günter Minge, Vorstand der CD Deutsche Eigenheim AG. Das Unternehmen will im Stadtteil Lichtenberg eine Siedlung unter der Bezeichnung „AuenFlügel Berlin“ errichten. Insgesamt sollen in den nächsten Jahren dort bis zu 1000 mehrgeschossige Häuser entstehen, entworfen vom Architekturbüro Graft, die Landschaftsarchitektur übernimmt das Büro WES. Das gesamte Projekt soll innerhalb der nächsten fünf Jahre abgeschlossen sein.