Kaufimmobilie

Weckruf am Bucher Forst

Ein ehemaliges Klinikgelände beendet seinen Dornröschenschlaf. Das 28 Hektar große Areal wird ein modernes Wohnquartier

„Hier in Buch soll ein neues Viertel und ein beliebtes Wohnquartier entstehen“, sagt Projektentwickler Andreas Dahlke und lotst Britta Berger und Alexander Kaiser über das 125.000 Quadratmeter große Areal des Ludwig Hoffmann Quartiers im Norden von Berlin. In den denkmalgeschützten Gebäuden einer ehemaligen Klinik an der Stadtgrenze wollen die Investoren Dirk Germandi und Detlef Maruhn bis Mitte 2016 rund 350 Wohnungen in den Größen zwischen 28 und 130 Quadratmetern errichten. Insgesamt soll es auf dem Gelände über 500 sanierte Appartements geben. Später plant Andreas Dahlke, der zusätzlich als Investor für das Gesamtareal fungiert, einen Neubau mit Eigentumswohnungen.

„Auf dem Gelände soll man nicht nur wohnen, sondern auch den Alltag gestalten können“, betont Andreas Dahlke und zieht einen Plan aus der Tasche. „Hier sehen Sie die Evangelische Grundschule Buch, nebenan die Montessori-Schule samt Kindertagesstätte. Eine weitere Kita kommt bald hinzu sowie ab 2016 eine Sporthalle und Mensa für die Schulen“, führt er aus und zeigt auf einen „interessanten Gebäudekomplex“ daneben. Der eigne sich hervorragend für eine private Bildungseinrichtung. „Hierzu gibt es bereits erste Gespräche“, fügt Dahlke an.

„Wir haben noch keine Kinder, aber die Kombination von Wohnung mit öffentlichen Einrichtungen macht das Objekt für uns interessant, ebenso auch die Anbindung an die S-Bahn, denn wir haben kein Auto“, sagt Alexander Kaiser, der derzeit noch Elektrotechnik an der Technischen Universität in Berlin studiert.

In weiterer Planung seien neben einer Senioreneinrichtung auch eine Volkshochschule, eine Bibliothek, eine Musikschule sowie ein „Gläsernes Labor“ in Zusammenarbeit mit dem in der Nachbarschaft ansässigen Biotech-Campus Berlin. „Auch hier verhandeln wir mit dem Bezirk“, sagt Projektleiter Dahlke.

Der erste Wohnungs-Bauabschnitt des Quartiers ist fertig, 78 Appartements können seit Kurzem bezogen werden. Bisher wurden 210 Wohneinheiten auf dem Areal als Kapitalanlage an zukünftige Vermieter verkauft. In zwei weiteren Bauabschnitten sollen nochmals 140 Wohnungen denkmalgerecht saniert und angeboten werden.

Ortsteil Buch wird beliebter

„Beim Betreten begeistert das Ludwig Hoffmann Quartier durch die ruhige und dennoch verkehrsgünstige Lage, durch die geradlinige Architektur und die weitläufige Parkanlage“, sagt Dirk Germandi, der auch für den Vertrieb verantwortlich ist. „Aufgrund dieser Qualitäten war der erste Bauabschnitt innerhalb von zehn Wochen vollständig ausverkauft“, fügt er zufrieden hinzu.

Die derzeit laufende Vermietung ab 7,50 Euro pro Quadratmeter kommt ebenfalls schnell voran. „Das große Interesse an den Mietwohnungen freut die vermietenden Erwerber natürlich sehr“, betont der Investor, der beobachtet hat, dass nicht nur zahlreiche Beschäftigte des nahen Biotech-Campus Buch eine Wohnung anmieten wollen, „sondern auch immer mehr Familien aus dem Prenzlauer Berg in den grünen Ortsteil Buch umziehen“.

Daher habe man für die im vierten und fünften Bauabschnitt geplanten Wohnungen, die ab Ende 2015 bezogen werden sollen, ebenfalls Mietpreise von mindestens 7,50 Euro vorgesehen. Die Kaufpreise der Wohnungen als Kapitalanlage beginnen bei 2990 Euro“, sagt Germandi.

Die Nachfrage sei immens, „besonders nach Vierzimmerwohnungen“, sagt er und präsentiert eine 127 Quadratmeter große Vierzimmer-Musterwohnung.

„Wir wohnen jetzt noch in einem Altbau in Wilmersdorf, deshalb kommt eine Zwei- bis Drei-Zimmerwohnung auf diesem Areal wirklich in die engere Wahl“, sagt Alexander Kaiser. Alle Gebäude wurden saniert, verfügen über Parkettboden, Balkone oder Loggien, moderne Bäder und aufgearbeitete Fenster und Türen“, erklärt Germandi den Interessenten die Bausubstanz. Sämtliche Straßen auf dem weitläufigen Gelände, die großzügige Außenanlage sowie alle Zu- und Ableitungen seien ebenfalls vollkommen erneuert worden.

Da das Gesamtareal zudem weitgehend autofrei gehalten wird, stehen den Anwohnern vier große Parkplätze fußläufig auf dem Grundstück zur Verfügung Der Kaufpreis für einen Stellplatz beträgt 7940 Euro und die Monatsmiete etwa 25 Euro.

„Alle Häuser wurden vom Keller und Dach aus neu gedämmt und werden über Fernwärme beheizt. Das dürfte auch die Heizungskosten moderat halten“, fügt der für das Gesamtareal verantwortliche Projektsteuerer Hajo Schaub hinzu.

Die Musterwohnung ist sehr hell und der Zielgruppe einer Familie mit zwei Kindern entsprechend eingerichtet. Die Räume sind gut vier Meter hoch, die denkmalgeschützten Kasten-Doppelfenster präzise überarbeitet, der neue Holzfußboden in einem warmen Braunton gehalten.

Balkone zu beiden Seiten

Die Wohnung hat einen etwa drei Meter langen Flur, der in eine 25 Quadratmeter große Diele übergeht. Vom Flur aus führt je eine Tür in eine Abstellkammer sowie in das Gäste-WC. Weiter geht es vorbei an zwei gut 15 Quadratmeter großen Kinderzimmern, die links und rechts der Diele eingerichtet wurden, geradeaus geht es in das neu ausgebaute, moderne Badezimmer. Rechts vom Bad und etwas abgetrennt befindet sich ein 24 Quadratmeter großer Raum, der als Eltern-Schlafzimmer genutzt werden kann. Das Wohnzimmer liegt auf der anderen Seite der Wohnung und ist 27 Quadratmeter groß. Hier wurde eine neue, sechs Quadratmeter große offene Wohnküche eingebaut. Sowohl vom Wohnzimmer, als auch vom Schlafzimmer aus gelangt man auf rund vier Quadratmeter große Balkone mit Blick in die weitläufige Gartenanlage des Quartiers.

„Alle Wohnungen, Balkone, Hausflure und Fassaden wurden mit viel Liebe zum Detail und in enger Zusammenarbeit mit der zuständigen Denkmalbehörde saniert“, sagt Schaub. Hier habe man sich eng an die Vorgaben des Architekten Ludwig Hoffmann gehalten, der das Ensemble in den Jahren 1910 bis 1912 entworfen und gebaut hat.

Gleiches gilt für den Garten. Auch diese hatte einst Ludwig Hoffmann nach seinen Plänen anlegen lassen. „Bei dem Wiederaufbau der Anlage halten wir uns präzise an den Originalplan“, sagt Andreas Dahlke. So mussten zum Teil Wege und Grünflächen neu angelegt werden. Weiße Pavillons erstrahlen im neuen Glanz, und „sogar die Skulpturen werden originalgetreu rekonstruiert und repariert“, bemerkt er.

Beim Thema Garten kommt der Investor des Gesamtprojektes ins Erzählen. „Wissen Sie, dass es in der Anlage insgesamt 40 verschiedene Baumarten gibt?“, fragt er und fährt fort: „Wir möchten mit der historischen Gärtnerei auf dem Gelände und Schülern der Montessori-Schule ein Projekt starten und planen, die Gartenanlage zukünftig von den Schülern der Schule mit pflegen zu lassen.“

Das sei unter anderem auch die Idee eines Lehrers der Schule gewesen. „Dieser hat früher mal als Förster gearbeitet, und er möchte den Stadtkindern auf diesem Wege ganz anschaulich die Natur ein Stückchen näherbringen“, freut sich Andreas Dahlke über das Projekt.