Altersvorsorge

Die Deutschen wollen in ihrer Wohnung alt werden

Zu Hause ist es doch am schönsten. Wer sich den Traum vom Wohneigentum einmal erfüllt hat, kann sich ein Leben zur Miete in der Regel nicht mehr vorstellen – erst recht nicht im Alter.

– Laut einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsunternehmens Ipsos im Auftrag des Magazins „Das Haus“ wünschen sich die meisten Menschen, so lange wie möglich in ihrem gewohnten Zuhause zu leben. Doch allein für den Weg zu ihrem Wohnhaus müssen aktuell rund drei Viertel aller Senioren Treppenstufen überwinden – für etwa die Hälfte führt der weitere Weg zur Wohnung zusätzlich über Stufen, wenn kein Lift im Haus ist.

Eine barrierefreie Gestaltung erhöht den Wohnkomfort und die Lebensqualität deutlich. Dafür müssen Schwellen entfernt, Durchgänge verbreitert und der Zugang zu oberen Räumen möglicherweise erleichtert werden, zum Beispiel durch den Einbau eines Treppenliftes.

Viele dieser Maßnahmen sind nicht nur mit Blick auf das Alter, sondern auch für Familien sinnvoll und werden in heutigen Neubauten von vornherein berücksichtigt. So gehören Aufzüge in Mehrfamilienhäusern zum Standard, schwellenfreie Übergänge auf Balkon oder Terrasse sind modern, breite Durchgänge sind für Rollstuhl oder Kinderwagen gleichermaßen praktisch. Aber ein altersgerechter Umbau des Badezimmers ist eine wichtige Voraussetzung zum Verbleib in der gewohnten Umgebung. In vielen Fällen handelt es sich dabei um eine kostspielige Arbeit, denn neben dem Austausch der Sanitärobjekte sind in manchen Fällen auch Wasserleitungen zu verlegen. Und „wenn man schon mal die Wand auf hat“ kommen im Zuge solcher Aufträge noch leicht Folgekosten dazu, zum Beispiel der Austausch alter Bleirohre. Besonders hilfreich ist für Senioren der Einbau einer bodengleiche Dusche mit den notwendigen Haltegriffen, denn so kann man auch im Rollstuhl die Dusche nutzen, beziehungsweise auch leicht mit einem Rollator begehen.

Um eine „normale“ Wohnung seniorengerecht zu gestalten, können im Schnitt bis zu 20.000 Euro anfallen. Viele Menschen sind bereit, dafür rechtzeitig Rücklagen zu bilden: Laut einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) sparen Hausbesitzer, die ihre Immobilie für den Ruhestand fit machen wollen, im Schnitt 330 Euro im Monat. „Besonders beliebt zum Vorsparen ist der Bausparvertrag“, sagt Sabine Schmitt von der LBS. Laut GfK wählen 29 Prozent der Hausbesitzer diese Sparform, um Maßnahmen zur Modernisierung durchzuführen.

Wer ein Bauspardarlehen für seine Renovierung einsetzt, profitiert davon, dass die Zinsen unabhängig von der Höhe des Darlehens einheitlich sind. „Das macht Bausparen für Modernisierer mit kleinem bis mittlerem Finanzierungsbedarf interessant, da Banken für kleinere Kredite vergleichsweise hohe Zinssätze verlangen“, sagt Sabine Schmitt.