Neubauprojekt

Berliner Architekten gewinnen Ideenwettbewerb in Lichtenberg

Büro Hemprich Tophof darf die Rahmenplanung entwerfen

– Der städtebauliche Ideenwettbewerb für ein Neubauprojekt an der Frankfurter Allee 135 in Berlin-Lichtenberg, initiiert durch die Howoge Wohnungsbaugesellschaft mbH, ist entschieden. Der Entwurf des Berliner Architektenbüros Hemprich Tophof mit Ing.-Büro Abraham und Landschaftsarchitektur Studio Matties wurde als Sieger prämiert. Zehn Architektenteams aus Deutschland befanden sich in der Endrunde. Das Büro Hemprich Tophof wird mit der Ausarbeitung eines vertieften städtebaulichen Entwurfs als Rahmenplanung beauftragt.

Ab Mitte 2015 sollen auf dem rund ein Hektar großen Areal Wohngebäude mit rund 215 Mietwohnungen entstehen, die durch einen Verwaltungsbau sowie mögliche Gewerbeflächen in den Erdgeschosslagen ergänzt werden. „Die Herausforderung für die Teilnehmer bestand darin, dass das Areal durch erhebliche städtebauliche Herausforderungen geprägt ist“, sagt Stefanie Frensch, Geschäftsführerin der Howoge. Städtebaulich zu berücksichtigen sind neben bis zu 13-geschossigen Wohnungsbauzeilen entlang der Frankfurter Allee der Verkehr der Frankfurter Allee, ein Gebäude aus der Vorkriegszeit sowie ein U-Bahn-Betriebsgebäude. Direkt an das Grundstück grenzt mit einem Höhenversatz des Geländes der Rathauspark Lichtenberg sowie eine öffentliche Grünfläche mit denkmalgeschützter Brunnenanlage, die mit dem prämierten Entwurf Berücksichtigung gefunden hat.

Der Siegerentwurf schlägt eine städtebauliche Gliederung des Gesamtareals vor. Westseitig soll zum Kreuzungsbereich Frankfurter Allee/Möllendorfstraße eine Blockrandstruktur entstehen, die den Fischerbrunnen integriert und einen städtebaulichen Hochpunkt an der Kreuzung definiert. In einem 18-geschossigen Hochhaus, das mit etwa 68 Metern die Höhen der Nachbarschaft aufnimmt, sollen flexible Büroflächen entstehen. Die Bebauung zum Rathauspark wird durch drei punktförmige Gebäude definiert, die gemeinsam mit der Blockstruktur eine Baulinie zum Park herstellt.

„Das einfache städtebauliche System ist ein solides Grundgerüst, auf dem sich das Areal mit verschiedenen Architekten weiterentwickeln lässt“, lautet die Meinung der Jury, zu der unter anderem auch Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin des Landes Berlin, gehörte. Der Beitrag sei in sich schlüssig, stringent und robust – eine wichtige Qualität für die Entwicklung dieses Ortes. Bis 2018 will die Howoge ihr Portfolio um 6000 Wohnungen erweitern. Bis zu 1500 Mieteinheiten sollen durch Neubau entstehen, davon rund 1000 in Lichtenberg.